AfD-Chefin kündigt Abschiebung aller Syrer an
Weidel beleidigt Merz-Regierung im ZDF-Sommerinterview
23.08.2026 – 16:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Im ZDF-Sommerinterview teilt Alice Weidel hart gegen die Merz-Regierung aus. Zugleich äußert sie sich zum Kurs der AfD bei Euro, Schengen und Migration.
Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel hat Deutschlands Regierungspolitiker als „Flachzangen“ bezeichnet. Sie habe die Nase voll, sagte sie im ZDF-„Sommerinterview“. „Ich will nicht mehr angelogen werden von irgendwelchen Flachzangen, die da oben sitzen und irgendwas versprechen und genau das Gegenteil von dem tun.“ Deutschland werde kaputt gemacht. „Entweder sie können es nicht, oder es ist Vorsatz. Herr Merz kann es nicht. Herr Klingbeil kann es auch nicht“, sagte Weidel an die Adresse von Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD).
Weidel kritisierte die von der Union propagierte Brandmauer gegen die AfD als „das Undemokratischste, was es gibt“. Der Leidtragende sei zu Recht die CDU. „Die geht daran kaputt“, sagte die Co-Vorsitzende der AfD. „Ich bin bereit, mit jedem zu arbeiten, solange er fähig ist und die Interessen in unserem Land im Auge hat. Aber ich lasse es nicht zu, dass die Menschen in unserem Land so dermaßen über den Tisch gezogen werden und angelogen werden wie von der CDU und von der SPD.“
AfD würde aus Euro und aus Schengen aussteigen
Weidel sagte der CDU voraus, sie werde „keine einzige Bundestagswahl mehr gewinnen“. Die AfD werde den Menschen zeigen, was sie könne.
In den Meinungsumfragen liegt die AfD bundesweit um bis zu acht Prozentpunkte vor CDU und CSU. Bei der Bundestagswahl 2025 war das Verhältnis genau umgekehrt. In Ländern wie Sachsen-Anhalt, wo im September gewählt wird, ist der Abstand der AfD zur Union noch deutlich größer.
Alle Syrer sollen in ihre Heimat zurückgeführt werden
Die AfD-Politikerin bekräftigte die Absicht ihrer Partei, im Fall einer Regierungsübernahme aus dem Euro auszusteigen und aus dem Schengener Abkommen über prinzipiell kontrollfreien Verkehr an den Binnengrenzen. „Deutschland ging es deutlich besser vor der Euro-Einführung. Wir sehen eine breite Verarmung breiter arbeitender Bevölkerungsschichten.“ Weidel betonte, „dass wir keine Starkwährung mehr sind, sondern dass der Euro weich gemacht wird, und das mit allen Vermögensverlusten für die normale Bevölkerung“.
Bei der Migration fange das Problem an der Grenze an, sagte Weidel. „Wir werden sie zumachen, wir werden aus Schengen aussteigen, damit solche Leute wie aus Ceuta gar nicht mehr zu uns kommen“, sagte sie mit Blick auf den Ansturm von Migranten auf die spanische Exklave in Marokko. Unter einer AfD-Regierung würden keine Menschen aus Afghanistan mehr nach Deutschland gebracht – „und die Syrer werden alle zurückgeführt in ihre Heimat“.















