„Die Sonne hat uns fast umgebracht“
Fischer treiben fünf Tage lang in Kühlbox auf dem Pazifik
21.08.2026 – 00:46 UhrLesedauer: 2 Min.
240 Kilometer vom Festland entfernt, ohne Trinkwasser und Nahrung: In einer Kühlbox kämpfen zwei Fischer auf dem Pazifik ums Überleben.
240 Kilometer vom Festland entfernt, ohne Wasser und ohne Essen – und doch gaben sie nicht auf: Zwei Fischer haben im Pazifik um ihr Leben gekämpft. Ihre letzte Zuflucht war eine blaue Kühlbox, in der sie tagelang auf offener See trieben.
In Mexiko wurden die beiden Schiffbrüchigen nach fünf Tagen gerettet. Wie die Marine mitteilte, entdeckten Einsatzkräfte die Männer bei einer Such- und Rettungsaktion im Pazifik vor der Küste des südmexikanischen Bundesstaates Chiapas.
Ausgelöst worden war die Suche, nachdem eine Fischereigenossenschaft Alarm geschlagen hatte: Zu den 53 und 35 Jahre alten Fischern bestand plötzlich kein Kontakt mehr. Die beiden waren zuvor mit dem Fischerboot „Camaronera“ („Garnelenboot“) ausgelaufen – danach verlor sich ihre Spur.
„Die Sonne hat uns fast umgebracht“
„Eine Welle schlug ins Boot hinein“, berichtete José Luis Portelas, der jüngere der beiden, nach der Rettung in einem Video. Alles sei mitten in der Nacht um 3 Uhr (Ortszeit) passiert – und in weniger als fünf Minuten sei alles vorbei gewesen.
Nach dem Unglück hätten sie nichts mehr greifen können, sagte Portelas: weder Trinkwasser noch Nahrung oder das Funkgerät. „Das Einzige, was wir machen konnten, war, die Kühlbox zu leeren und hereinzuklettern“, erklärte er.
Auch Daniel Guerrero schilderte die Verzweiflung: „Ich dachte, ich würde meine Familie nicht wiedersehen.“ Es sei extrem hart gewesen – ohne Ausrüstung zum Fischen und ohne Wasser. „Es regnete nicht. Die Sonne hat uns fast umgebracht.“
Bei der Suche waren Marineschiffe und -flugzeuge beteiligt. Als die Fischer schließlich in der blauen Kühlbox gesichtet wurden, brachten Helfer sie in Sicherheit und untersuchten sie medizinisch. Anschließend seien sie mit einem Hubschrauber zum Hafen Puerto Chiapas geflogen worden, teilte die Marine mit. Dort warteten bereits ihre Angehörigen: Videos zeigen, wie sie die beiden unter Tränen empfangen.














