Städteimage im Wandel
Umfrage: Berlin überzeugt die Deutschen nicht mehr
21.08.2026 – 07:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Vor zwei Jahrzehnten galt Berlin bei vielen Deutschen – zumindest in Umfragen – noch als faszinierende Metropole. Das Bild hat sich gewandelt.
Berlin hat als Metropole in der Wahrnehmung der Deutschen stark an Boden verloren. Laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ („FAZ“) halten nur noch 31 Prozent der Befragten Berlin für eine faszinierende Metropole. Bei einer Allensbach-Erhebung aus dem Jahr 2007, aus der die „FAZ“ zitiert, lag dieser Wert noch bei 66 Prozent – mehr als doppelt so hoch.
Gleichzeitig ist der Anteil derer gewachsen, die Berlin die Ausstrahlung absprechen: 36 Prozent stimmen heute der Aussage zu, Berlin sei eine Hauptstadt ohne Ausstrahlung. 2007 sagten das nach FAZ-Angaben nur 14 Prozent.
Städtevergleich: Berlin schneidet auch hier schlecht ab
Was zeigt: Der vom damaligen Regierenden Bürgermeister Berlins Klaus Wowereit geprägte Spruch, Berlin sei arm, aber sexy, war nicht nur durch wirtschaftliche Daten, sondern auch durch Umfragen gedeckt. Aber schon vor mehreren Jahren hieß es, der Spruch stimme schon lange nicht mehr. Zehntausende Erwerbstätige zogen in diesen Jahren an die Spree, die Mieten explodierten, die Clubszene fürchtete ums Überleben. Statt „Arm, aber sexy“ gelte eher „Arm, sexy und reich“, hieß es.
Im Städtevergleich schneidet Berlin ebenfalls schwach ab. Bei der Frage, welche deutschen Städte einen besonderen Reiz haben, landet die Hauptstadt mit 34 Prozent hinter Hamburg (48 Prozent) und München (47 Prozent). Noch auffälliger ist das Ergebnis bei der Frage, in welcher Stadt man auf keinen Fall leben wolle: 46 Prozent der Befragten nennen Berlin – ein Wert, den sonst nur Frankfurt erreicht.
Als bevorzugten Wohnort nennen 24 Prozent München, 23 Prozent Hamburg und 13 Prozent Berlin.
Für die Erhebung befragte das Institut für Demoskopie Allensbach vom 1. bis zum 13. August 1.039 Personen in persönlichen Interviews.














