Schutzgeld-Ermittlungen
Polizei fasst mutmaßlichen Café-Schützen – und findet Verbotenes
20.08.2026 – 14:26 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein 21-Jähriger geht Ermittlern bei einem Einsatz ins Netz, nun sitzt er nach Schüssen auf ein Lokal in U-Haft. Die Vorwürfe gegen ihn wiegen schwer.
Die Berliner Polizei hat einen 21-Jährigen festgenommen. Er soll im April auf ein Café in Neukölln geschossen haben. Ein Ermittlungsrichter setzte den Haftbefehl wegen versuchten Mordes in Vollzug, wie Polizei und Staatsanwalt mitteilten.
Der Mann soll am 2. April gegen 4.30 Uhr mit einer halbautomatischen Schusswaffe auf die Fensterfront eines Lokals in der Hermannstraße gefeuert haben. Dabei soll er in Kauf genommen haben, dass Menschen im Café tödlich getroffen werden. Die Personen im Lokal blieben unverletzt.
Dutzende Einsatzkräfte durchsuchen mehrere Objekte
Nach bisherigen Ermittlungen stünden die Schüsse im Zusammenhang mit der Forderung nach „Schutzgeld“. Gegen den Tatverdächtigen besteht nach Angaben der Ermittler der Verdacht des versuchten Mordes aus Habgier. Zudem werfen sie ihm besonders schwere räuberische Erpressung sowie einen Verstoß gegen das Waffengesetz vor.
Einsatzkräfte nahmen den Mann am Mittwoch in Treptow-Köpenick fest. Am selben Ort griffen sie einen weiteren 21-Jährigen wegen des Verdachts auf einen Waffengesetzverstoß auf. Dieser kam nach Abschluss der Maßnahmen wieder frei.
Insgesamt 80 Einsatzkräfte vollstreckten sieben richterliche Durchsuchungsbeschlüsse. Die Objekte lagen in Neukölln, Treptow-Köpenick und Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Beamten stellten zwei scharfe Schusswaffen, Munition, mutmaßliches Kokain sowie Handys sicher. Die Ermittlungen dauern an.















