Benzin und Diesel schon wieder teurer
Hier tanken Autofahrer 66 Cent billiger
19.08.2026 – 15:49 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Spritpreise in Deutschland sind erneut gestiegen. Polen hingegen legt Höchstpreise fest. Das entlastet Autofahrer massiv und weckt neue politische Forderungen.
Tanken jenseits der polnischen Grenze spart bares Geld. Während die Preise in Deutschland erneut steigen, drückt das polnische Gesetz die Kosten massiv. Beim Nachbarn zahlen Autofahrer pro Liter bis zu 66 Cent weniger.
| Kraftstoff | Deutschland | Polen | Ersparnis pro Liter |
|---|---|---|---|
| Super E10/A95 | 2,162 Euro | etwa 1,50 Euro (6,46 bis 6,49 Złoty) | bis zu 66,2 Cent |
| Diesel | 2,253 Euro | etwa 1,73 Euro (7,47 bis 7,52 Złoty) | bis zu 52,3 Cent |
Warschau deckelt die Preise bis Ende August
Polen drückt die Tankkosten mit einem neuen Gesetz. Seit vergangenem Montag und bis zum Ende der Schulferien am 31. August gilt im Nachbarland ein verringerter Mehrwertsteuersatz von acht Prozent auf Benzin und Diesel.
20-Liter-Grenze für Kanister
Für den Transport von Kraftstoff im Reservekanister gelten klare Obergrenzen: Polen erlaubt maximal 20 Liter Kraftstoff im Auto. Der ADAC rät aus Sicherheitsgründen jedoch zu höchstens 10 Litern.
Zudem greift die Regierung direkt in den Markt ein. Das Energieministerium legt ab sofort täglich einen maximalen Einzelhandelspreis fest. Beamte berechnen diesen Richtwert aus den durchschnittlichen Großhandelspreisen und den Betriebskosten der großen Konzerne. Warschau will Bürgern so die Rückkehr aus dem Urlaub finanziell erleichtern.
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SPD und Grüne fordern neue Maßnahmen
In Deutschland ist die Lage umgekehrt. Hier lief der auf zwei Monate befristete Tankrabatt Ende Juni aus, woraufhin die Preise prompt wieder über die Zwei-Euro-Marke stiegen. Das entfacht die Debatte über staatliche Hilfen im Bund neu.
Führende SPD-Politiker fordern ein Umdenken. Generalsekretär Tim Klüssendorf plädiert für eine nationale Spritpreisbremse. Rückendeckung kommt von Manuela Schwesig: Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, die sich im September zur Wiederwahl stellt, fordert eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne. Auch die Grünen machen sich dafür stark, die krisenbedingten Zusatzgewinne der Ölmultis steuerlich abzuschöpfen.














