Italien macht dicht
Ab Oktober: Hier kommen Diesel-Fahrverbote
18.08.2026 – 11:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Italien verschärft den Kampf gegen Luftverschmutzung. Vier Regionen verhängen ab Herbst 2026 Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge. Auch große Städte sind betroffen.
Vier norditalienische Regionen verschärfen den Kampf gegen Luftverschmutzung. Ab dem Herbst gelten zusätzliche Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge. Von den Sperren sind auch beliebte Urlaubsziele wie Mailand, Venedig und Verona betroffen.
Ursprünglich sollten die schärferen Euro-5-Dieselverbote bereits im Herbst 2025 in Kraft treten. Nun kommen die Einschränkungen zum 1. Oktober 2026.
Diese Städte machen dicht
Die neuen Verbote betreffen alle Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern in den Regionen Piemont, Lombardei, Emilia-Romagna und Venetien. In bekannten Metropolen müssen Autofahrer mit Einschränkungen rechnen. In der Lombardei und im Piemont betrifft das vor allem Mailand und Turin. In Venetien und der Emilia-Romagna sind von der Regelung unter anderem die Touristenzentren Venedig und Verona betroffen.
Die genauen Regeln bestimmen die Regionen selbst. Deshalb fallen die Verbote unterschiedlich aus. Einige Regionen verbieten das Fahren nur zeitweise oder saisonal. Venetien verbannt Euro-5-Diesel dagegen dauerhaft.
So prüfen Sie Ihren Fahrzeugschein
Ob Ihr Auto draußen bleiben muss, verrät ein Blick in den Fahrzeugschein. Suchen Sie nach Feld 14.
- Steht dort im Klartext „Euro 5“ oder eine schlechtere Norm, trifft Sie das Verbot.
- Steht dort „Euro 6“, dürfen Sie mit Ihrem Auto in die Umweltzone fahren.
Fehlt diese Angabe, hilft Feld 14.1 weiter. Schauen Sie auf die letzten beiden Zeichen des Codes. Die Kombinationen 35A0 bis 35M0 entlarven einen Euro-5-Diesel. Nummern ab 36 stehen für Euro 6.
Rom riskiert weiteren Ärger mit Brüssel
Indem sie die Verbote seit 2025 aufschiebt, legt sich die italienische Regierung bewusst mit der EU-Kommission an. Der Streit schwelt seit Jahren. Die EU leitete wegen der systematischen Überschreitung der Grenzwerte für die Luftreinhaltung bereits drei Strafverfahren gegen Italien ein. Durch die erneute Verzögerung zieht sich der juristische Konflikt weiter hin.
Hintergrund der strengen Maßnahmen ist die schlechte Luftqualität in Norditalien, die besonders im Winter kritische Ausmaße annimmt. Vor allem in der Po-Ebene überschreiten die Messstationen die Grenzwerte für Feinstaub regelmäßig. Die Fahrverbote sollen dabei helfen, dieses Umweltproblem einzudämmen.














