Immobilienbranche unter Druck
Bauriese ist insolvent
Aktualisiert am 13.08.2026 – 17:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehrere große Wohn- und Bürovorhaben hängen am insolventen Kölner Projektentwickler.
Der Projektentwickler Pandion AG ist insolvent. Das Unternehmen hat am 10. August beim zuständigen Insolvenzgericht in Köln ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, berichten die „Rheinische Post“ und das Finanzportal „wallstreetonline“. Neben der Muttergesellschaft haben auch fünf weitere Unternehmen der Gruppe entsprechende Anträge gestellt, darunter die Pandion Real Estate GmbH sowie Gesellschaften für Vertrieb, Design, Projektmanagement und Engineering.
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Schon eine Woche zuvor hatte sich die angespannte Finanzlage abgezeichnet. Am 3. August teilte Pandion mit, eine am 5. August fällige Zinszahlung auf eine Unternehmensanleihe vorerst nicht leisten zu können. Grund sei eine unerwartete Liquiditätslücke gewesen, nachdem ein Finanzierungspartner einen wichtigen Baustein zurückgezogen habe.
Auch die anschließend eingeleiteten Maßnahmen hätten nicht genügend zusätzliches Geld eingebracht, berichtet „wallstreetonline“. Nun soll das Unternehmen im Rahmen der Eigenverwaltung saniert werden.
Bauunternehmen insolvent: Projekte sollen weiterlaufen
Pandion entwickelt Wohn- und Gewerbeimmobilien in mehreren deutschen Großstädten. „wallstreetonline“ nennt rund 3.800 Wohnungen sowie etwa 200.000 Quadratmeter Bürofläche, die derzeit geplant oder gebaut würden.
Der Projektentwickler hat zahlreiche laufende Projekte: etwa den Neubau an der Anzinger Straße im Münchner Stadtbezirk Berg am Laim oder das Wohnquartier Pandion Bel in Düsseldorf. Die Projektgesellschaften selbst sind nach Angaben des Unternehmens nicht von den Insolvenzanträgen betroffen. Das Unternehmen will seine laufenden Bau- und Entwicklungsprojekte deshalb möglichst fortführen und dazu mit Projekt- und Finanzierungspartnern nach Lösungen suchen.















