Anschlag auf Berliner Kältehilfe
Kältebus angezündet: Brandstifter muss in die Psychiatrie
13.08.2026 – 12:19 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Mann hat einen Bus der Berliner Obdachlosenhilfe in Brand gesteckt – der Schaden lag bei 70.000 Euro. Nun hat ein Gericht entschieden, was mit ihm geschieht.
Das Berliner Landgericht hat einen 43-jährigen Mann in die Psychiatrie eingewiesen, der einen Bus der Kältehilfe für Obdachlose in Brand gesteckt hat. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Wohnungslose das Fahrzeug am 1. Januar 2026 mit Benzin übergoss und anzündete und dabei einen Schaden von 70.000 Euro verursachte. Wegen paranoider Schizophrenie gilt er als schuldunfähig, wie AFP berichtet.
Der Vorsitzende Richter Willi Thoms erläuterte in seiner Urteilsbegründung, der Beschuldigte leide seit vielen Jahren unter paranoider Schizophrenie und Verfolgungswahn. Deshalb sei davon auszugehen, dass seine Steuerungsfähigkeit bei der Tat aufgehoben gewesen sei.
Mehrere Anschläge auf Berliner Kältebus
An der Brandstiftung selbst bestanden laut Thoms keine Zweifel: Der Mann hatte gestanden, ein Zeuge hatte ihn teilweise beobachtet, er führte noch ein Feuerzeug bei sich, und an seiner Kleidung wurden Benzinrückstände festgestellt. Der Bus wurde durch das Feuer unbrauchbar.
Thoms betonte außerdem, ohne Behandlung sei damit zu rechnen, dass der 43-Jährige weitere Straftaten wie Brandstiftung oder Gewaltdelikte begehe. In der Psychiatrie solle ihm nun mit Medikamenten und Therapie geholfen werden. Krankheitseinsicht fehle dem Wohnungslosen bislang jedoch.
Der Anschlag vom 1. Januar 2026 war nicht der erste auf die Fahrzeuge der Kältehilfe. Bereits in der Nacht zum 28. Dezember 2025 hatte ein Bus der Einrichtung gebrannt, wobei auch ein daneben stehendes Fahrzeug beschädigt wurde. Ein Zusammenhang zwischen beiden Taten ließ sich nicht nachweisen.















