Historischer Tiefstand
Rheinpegel in Köln fällt auf Rekordtief
12.08.2026 – 08:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Lage am Rhein spitzt sich zu. In Köln wurde ein historischer Tiefstwert des Rheinpegels gemessen – und ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht.
Der Wasserstand des Rheins in Nordrhein-Westfalen sinkt weiter deutlich. Besonders angespannt ist die Lage in Köln: Dort ist nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein aktuell ein historischer Tiefstwert gemessen worden.
Am Pegel Köln lag der Wasserstand am Mittwochmorgen (12. August) bei 55 Zentimetern. Bereits zuvor war ein historisch niedriger Wert von 56 Zentimetern erreicht worden. Nach den aktuellen Daten und Abschätzungen soll der Rhein in Köln weiter fallen: Für Donnerstag werden Werte um 51 Zentimeter erwartet, am Freitag könnte der Pegel sogar auf 47 Zentimeter sinken.
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Rheinpegel sinkt auf Rekordtief: weitreichende Folgen
„Man kann es kaum glauben, was man da sieht“, sagte Moritz Axt, Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein. Zwar sei in der kommenden Woche ein leichter Anstieg der Pegelstände möglich. Eine Entspannung bedeute das aber noch nicht. Die Wasserstände des Rheins in NRW blieben weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau.
Für die Schifffahrt ist die Lage zunehmend schwierig. Zwar ist die Fahrrinne deutlich tiefer als der gemessene Pegelstand am Ufer – in Köln etwa um rund 1,11 Meter. Schiffe können deshalb weiterhin fahren, allerdings nur noch mit deutlich weniger Fracht. Sollte der Pegel weiter sinken, könnte der Rhein bald nicht mehr überall durchgängig befahrbar sein.
Die Auswirkungen treffen auch den Güterverkehr an Land. Wegen der niedrigen Wasserstände und der eingeschränkten Transportmöglichkeiten auf dem Rhein ist in Nordrhein-Westfalen das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen aufgehoben worden. So sollen Engpässe bei der Versorgung und beim Transport von Waren abgefedert werden.
Niedrigwasser in Köln: Historischer Tiefstand könnte um 20 Zentimeter unterschritten werden
Der bisherige historische Tiefststand am Pegel Köln stammte aus dem Oktober 2018. Sollte die aktuelle Abschätzung für Freitagabend eintreffen, würde dieser alte Wert um mehr als 20 Zentimeter unterschritten.
Auch an anderen Rheinpegeln in Nordrhein-Westfalen wird mit weiter sinkenden Wasserständen gerechnet. Betroffen sind nach Angaben des Amtes unter anderem Düsseldorf, Emmerich und Duisburg-Ruhrort. In Emmerich könnte ebenfalls ein neuer Negativrekord erreicht werden.















