Erdbeben in Südamerika
„Das ist Diana“ – Frau überlebt 30 Stunden unter Trümmern
12.08.2026 – 00:39 UhrLesedauer: 2 Min.
„Kolumbianer, das ist Diana. Wir sind kurz davor, sie zu retten“: In Cali ist der Feuerwehr eine bewegende Rettungsaktion gelungen.
„Wir haben hart gearbeitet in einem ziemlich komplexen Szenario“, hat Feuerwehrmann Santiago Sánchez gegenüber dem TV-Sender Caracol nach dem insgesamt rund 16-stündigen Rettungseinsatz erzählt. Das Bergungsteam habe „sieben oder acht Meter“ von oben nach unten vorarbeiten müssen, um die Frau namens Diana Troncoso zu befreien.
Die 31-Jährige war seit dem schweren Erdbeben in Kolumbien vor zwei Tagen im zweiten Stock des einstmals fünfstöckigen Gebäudes zwischen den Trümmern eingeklemmt – fast 30 Stunden lang. Als die Feuerwehr in der Stadt Cali sie herausholt, applaudieren die umstehenden Menschen.

„Kolumbianer, das ist Diana. Wir sind kurz davor, sie zu retten“, hatte Calis Bürgermeister Alejandro Eder noch in den sozialen Medien geschrieben. Dazu teilte er das Bild der Frau, die zwischen den Trümmern in die Kamera blickt. „Bitte betet für sie und für alle anderen Opfer, nach denen wir suchen. Danke an die Retter, die für sie und alle anderen kämpfen. Wir geben nicht auf, bis wir es geschafft haben!“, so Eder.
Am Montagabend (Ortszeit) hatte die Feuerwehr erstmals Kontakt zu Diana Troncoso herstellen können, der dann nicht mehr abriss. Die Bergung sei heikel. „Wir können sie nicht einfach herausziehen“, teilten die Retter mit. Jede falsche Bewegung könnte die Trümmer zum Einsturz bringen.
Dianas Zustand sei „den Umständen entsprechend gut“, informierte Feuerwehrmann Sánchez nun. Sie wurde nach der Rettung medizinisch behandelt. „Es ist etwas Wunderschönes. Ich werde immer dankbar sein“, freute sich ihr Vater Álvaro Troncoso. Dianas Eltern konnten während der Rettung Kontakt zu ihrer Tochter herstellen und ihr Mut zusprechen.
Noch viele Menschen unter Trümmern vermutet
Der Kampf der Feuerwehrleute um Menschenleben geht jedoch weiter. Kolumbien war von einem der schwersten Erdbeben der vergangenen Jahrzehnte heimgesucht worden. Es hatte eine Stärke von 7,4. Nach einer vorläufigen Bilanz des kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella kamen mindestens 181 Menschen ums Leben und 2.595 weitere wurden verletzt. Die Opferzahl dürfte weiter steigen. Als vermisst gelten offiziell 195 Menschen. Einer inoffiziellen Plattform zufolge werden allerdings 3.800 Menschen von Angehörigen gesucht.














