Fluss bald geteilt?
Rheinpegel fällt weiter – so tief soll er in Köln noch sinken
11.08.2026 – 10:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Rhein führt in Köln so wenig Wasser wie selten: Schon zum Wochenende rechnen Behörden mit nur noch 47 Zentimetern.
Der Rhein führt in Köln immer weniger Wasser. Am Dienstagmorgen (11. August) lag der Pegel bei 57 Zentimetern. In den kommenden Tagen soll der Wasserstand weiter zurückgehen. Zum Ende der Woche könnte er nach aktuellen Berechnungen nur noch 47 Zentimeter erreichen.
Das geht aus der aktuellen Wasserstandsvorhersage des Elektronischen Wasserstraßen-Informationsservice des Bundes (ELWIS) hervor. Die zugrunde liegenden Daten stammen von der Bundesanstalt für Gewässerkunde.
- Rheinpegel in Köln: So tief ist der Fluss wirklich
- Bei Köln: Trockenheit legt seltene Zeitzeugen am Rheinufer frei
Rheinpegel in Köln fällt Richtung 50-Zentimeter-Marke
Für Dienstag erwartet ELWIS zunächst einen langsamen weiteren Rückgang. Im Tagesverlauf soll der Pegel von etwa 56 Zentimetern am Vormittag auf rund 54 Zentimeter am späten Abend fallen.
Am Mittwoch setzt sich die Entwicklung fort. Dann werden für Köln weitgehend 51 Zentimeter vorhergesagt. Für die folgenden Tage handelt es sich um Abschätzungen: Am Donnerstag soll der Rheinpegel zwischen 49 und 51 Zentimetern liegen, am Freitag zwischen 47 und 49 Zentimetern. Für Samstag weist die aktuelle Berechnung einen Wert von 47 Zentimetern aus.
Damit entfernt sich der Rhein immer weiter vom langjährigen Mittel. Der mittlere Wasserstand am Pegel Köln liegt bei rund 2,97 Metern.
Politik reagiert auf das Niedrigwasser
Die Folgen des Niedrigwassers reichen inzwischen weit über die Schifffahrt hinaus. Weil Frachtschiffe weniger Ladung aufnehmen können und sich Transporte zunehmend auf Straße und Schiene verlagern, hat Nordrhein-Westfalen das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lastwagen teilweise gelockert. Auch mehrere andere Bundesländer haben entsprechende Ausnahmen beschlossen. Normalerweise dürfen Lkw über 7,5 Tonnen im gewerblichen Güterverkehr sonntags zwischen 0 und 22 Uhr nicht fahren.
Mit den Ausnahmen soll verhindert werden, dass es wegen der eingeschränkten Binnenschifffahrt zu Engpässen bei der Versorgung von Unternehmen kommt. Gerade Rohstoffe und andere Güter, die normalerweise in großen Mengen über den Rhein transportiert werden, müssen zunehmend auf andere Verkehrsträger ausweichen. Ein vollständiger Ersatz durch Lastwagen ist allerdings kaum möglich: Ein einziges Binnenschiff kann die Ladung zahlreicher Lkw transportieren.
- Nachts ein Farbenspiel: Was das Leuchten am Rhein bedeutet
- Niedrigwasser im Rhein: Kölschrock-Legende findet drastische Worte















