Rückreisewelle rollt
Ferienende bringt volle Autobahnen – hier wird es eng
Aktualisiert am 10.08.2026 – 14:02 UhrLesedauer: 3 Min.
Zum Ferienende wird es auf vielen Autobahnen voll. Wo am Wochenende die größten Staus drohen.
In vier Bundesländern enden am Wochenende die Sommerferien. Entsprechend voll dürfte es vom 14. bis 16. August auf vielen Autobahnen werden. Und das bedeutet auch: Es wird staureich.
Besonders viel Geduld benötigen Autofahrer laut ADAC voraussichtlich am Sonntagnachmittag und -abend. Dann sind viele Urlauber auf dem Rückweg aus dem Süden sowie von Nord- und Ostsee. In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen enden die Ferien. Gleichzeitig haben sieben Bundesländer und zahlreiche Nachbarstaaten weiterhin Sommerferien.
Aber auch zum Start ins Wochenende kann es eng werden. Für Freitagnachmittag und -abend erwartet der ADAC starken Verkehr in Richtung Süden und zu den Küsten. Ausflügler, Veranstaltungen und Volksfeste sowie rund 1.000 Autobahnbaustellen können zusätzliche Verzögerungen verursachen. Dazu zählt am Wochenende auch die DTM auf dem Nürburgring.
Hinzu kommt: Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Niedersachsen haben aufgrund des Niedrigwassers und der damit verbundenen Einschränkungen im Frachtverkehr das Wochenendfahrverbot gelockert. Hier dürfte es auf den Autobahnen entsprechend voller werden.
Mehr Verkehr in NRW
Die befristete Aufhebung des Lkw-Fahrverbots an Sonntagen hat nach Angaben des NRW-Verkehrsministeriums bereits jetzt zu mehr Lkw-Verkehr auf den Autobahnen geführt. „Größere zusätzliche Staus blieben aber aus“, erklärte Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer. „Die befristete Aufhebung des Lkw-Fahrverbots ist notwendig, um trotz des extremen Niedrigwassers am Rhein die Versorgung der Wirtschaft und wichtige Lieferketten zu sichern“, betonte er. Für eine belastbare Bilanz des ersten Lkw-Sonntags sei es aber noch zu früh.
Auf diesen Autobahnen drohen Staus
- A1 Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln
- A2 Dortmund – Hannover – Magdeburg
- A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Nürnberg – Passau
- A4 Aachen/Köln – Dresden – Görlitz
- A5 Frankfurt – Karlsruhe – Basel
- A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Würzburg – Ulm – Füssen
- A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A9 Leipzig/Halle – Nürnberg – München
- A10 Berliner Ring
- A13 Berlin – Dresden
- A20 Lübeck – Rostock
- A24 Hamburg – Schwerin
- A61 Mönchengladbach – Koblenz
- A81 Singen – Stuttgart
- A95/A96 München – Alpenraum
- A99 Autobahnring München
Ferragosto belastet die Alpenrouten
Auch wer ins Ausland fährt oder von dort zurückkehrt, muss mit Verzögerungen rechnen. Am Samstag, dem 15. August, ist Mariä Himmelfahrt. In Italien fällt auf diesen Tag Ferragosto, einer der wichtigsten Feiertage des Landes. Der Reiseverkehr erreicht dort laut ADAC rund um den Feiertag seinen Höhepunkt.
In Österreich sind vor allem die Westautobahn (A1), Tauernautobahn (A10), Karawanken-Autobahn (A11), Inntalautobahn (A12) und Brennerautobahn (A13) betroffen. Auf der Brennerroute kommen die Sanierungsarbeiten an der Luegbrücke hinzu. Auch auf der Fernpassstraße (B179) und der Arlbergstraße (B197) sind längere Staus möglich.
In der Schweiz erwartet der ADAC vor allem auf den Nord-Süd-Verbindungen viel Verkehr. Das betrifft die Gotthard-Route (A2), die San-Bernardino-Route (A13) sowie die Autobahnen A1 und A3.
In Italien müssen Reisende insbesondere auf der Brennerautobahn (A22) sowie auf der Verbindung von der Schweizer Grenze über Mailand nach Genua (A9/A7) mit Staus rechnen. Bei der Rückreise nach Deutschland können zudem Grenzkontrollen zusätzliche Wartezeiten verursachen.
Auf einigen stark belasteten Strecken in Bayern und auf ausgewählten Straßen in Tirol werden bei Staus Abfahrtssperren eingerichtet. Sie sollen verhindern, dass Autofahrer auf das nachgeordnete Straßennetz ausweichen.
Abfahren bei Stau – ist das sinnvoll?














