„What comes up must come down“ – an der Börse trifft dieser Spruch oft zu. Jüngst haben es die Chip-Aktien erlebt. Doch auch Gold und Silber fahren 2026 die Kursachterbahn.
Es ist schon etwas kurios. Mit einem Plus von rund 65 Prozent gehörte Gold im vergangenen Jahr zu den renditestärksten Anlageklassen und doch hat es seit dem Frühjahr wenig Spaß bereitet. Von 5.595 US-Dollar in der Spitze ging es fast 30 Prozent abwärts. Mit dem Ausbruch des Iran-Kriegs kippte dann die Stimmung. Seither befindet sich der Goldpreis in einer Korrektur und hat inzwischen mehr als seine gesamten seit Jahresbeginn erzielten Gewinne wieder abgegeben. Die Schwankungsbreite ist entsprechend groß. „Die annualisierte Volatilität des Edelmetalls liegt laut World Gold Council bei rund 30 Prozent – und damit über dem langfristig üblichen Niveau von etwa 10 bis 18 Prozent“, so die Experten vom Goldhändler Ophirum.
Iran stört
Zu schaffen machen dem Goldkurs die veränderten Zinserwartungen und eben neue Inflationssorgen. Sie lassen Anleger an einer baldigen Lockerung der Geldpolitik zweifeln. Noch vor wenigen Monaten rechneten viele Marktteilnehmer mit Zinssenkungen der US-Notenbank. Inzwischen preisen die Terminmärkte sogar wieder die Möglichkeit weiterer Zinserhöhungen ein. Im großen Bild spricht aber wenig gegen Gold – im Gegenteil.

Zur Person
Daniel Saurenz ist Gründer von Feingold Research und bietet mit seinem Team seinen seit 2010 etablierten Börsenbrief an. Sein Fokus liegt auf Vermögensaufbau und aktivem Trading an der Börse. Den Börsenbrief finden Sie auf www.feingoldresearch.de und auf www.instagram.com/saurenz_finance
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Die weltweite Staatsverschuldung nimmt weiter zu und liegt in vielen Staaten am „point of no return“. Viele Industrieländer kämpfen mit chronischen Haushaltsdefiziten, zahlreiche Notenbaken kaufen weiterhin Gold im großen Stil – und die anhaltenden geopolitischen Spannungen sorgen weiter für Unsicherheit. Wer mit moderatem Hebel von drei bei Gold mitmischen will, findet in der WKN CMC0L9 eine gute und günstige Möglichkeit.
Bei Silber ist die Lage im Korrekturvergleich weit üppiger als bei Gold. „Nachdem der Kurs die Marke von 120 Dollar überschritten hatte, ist er zuletzt auf weniger als 60 Dollar zurückgefallen – eine glatte Halbierung“, so Lars Reichel von gettex. Die Analysten von Wisdomtree finden, dass selbst bei 60 US-Dollar je Unze – einem Niveau, das immer noch um etwa 70 Prozent über dem Vorjahreswert liegt – mit einer gewissen Sparsamkeit in der Industrie zu rechnen sei.













