Totale Sonnenfinsternis
Eine totale Sonnenfinsternis entsteht, wenn sich der Mond zwischen Erde und Sonne schiebt und diese – von einem bestimmten Ort aus gesehen – vollständig verdeckt. Zu beobachten ist das nur bei Neumond, wenn sich Erde, Mond und Sonne auf einer geraden Linie befinden.
Mitten am Tag wird es für einige Minuten dunkel, am Himmel können Sterne zu sehen sein. Nur auf einem recht schmalen Streifen auf der Erdoberfläche – ein paar Hundert Kilometer breit und viele Tausend Kilometer lang – wird die totale Sonnenfinsternis sichtbar – dort, wo der Kernschatten des Mondes auf unseren Planeten fällt. Wer sich in seinem Halbschatten aufhält, kann eine partielle Finsternis erleben.
In Deutschland war eine totale Sonnenfinsternis zuletzt am 11. August 1999 in Süddeutschland zu sehen – „Sofi“ wurde sie damals genannt.

Wie lange ist eine totale Finsternis sichtbar?
Eine totale Sonnenfinsternis kann abhängig von der Lage bis zu siebeneinhalb Minuten zu sehen sein. Sechs Minuten und 39 Sekunden dauerte etwa die totale Finsternis am 22. Juli 2009 über China und dem Westpazifik.
Einfluss auf die Dauer haben unter anderem die scheinbaren Durchmesser von Mond und Sonne abhängig von der Erdnähe des Mondes und der Sonnennähe der Erde auf ihren jeweiligen Umlaufbahnen. Denn eigentlich ist der Durchmesser der Sonne etwa 400 Mal so groß wie der Mond – aber sie ist von der Erde auch rund 400 Mal so weit. Deshalb scheinen beide etwa gleich groß zu sein.
Warum ist eine Finsternis etwas Besonderes?
Sonnenfinsternisse sind selten, weil mehrere Faktoren zusammenkommen müssen. Ein solches Ereignis kann nur bei Neumond eintreten und wenn der Erdtrabant (Mond) genau zwischen Erde und Sonne steht.
Durch die Neigung der Mondbahn zieht dieser aber meist ober- oder unterhalb der Sonne vorbei. Maximal zwei bis vier Sonnenfinsternisse gibt es jährlich irgendwo auf der Erde.














