Verbrenner verlieren massiv
E-Auto-Boom: Warum die Nachfrage plötzlich explodiert
30.07.2026 – 16:32 UhrLesedauer: 1 Min.
In zahlreichen Ländern meldet die Branche neue Absatzrekorde für Elektroautos. Die Ursache ist kein langfristiger Trend, sondern aktuelle Entwicklungen.
Die Internationale Energieagentur (IEA) erwartet, dass Elektroautos 2026 fast 30 Prozent der weltweiten Neuzulassungen erreichen. Als Hintergrund verweist die IEA unter anderem auf geopolitische Spannungen und höhere Kraftstoffpreise.
Nach Angaben der Agentur stieg der weltweite Absatz von Elektroautos im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten um 35 Prozent. In 50 Ländern wurden demnach im zweiten Quartal neue Absatzrekorde erreicht. Besonders stark fiel das Wachstum in Australien, Europa und Korea aus. Diese Entwicklung glich sogar die schwächere Nachfrage in China und den Vereinigten Staaten aus.
Die IEA betrachtet Elektroautos zunehmend als Bestandteil politischer Maßnahmen zur Stärkung der Energiesicherheit. In Ländern, die Öl importieren, könnten sie dazu beitragen, dass Verbraucher und Unternehmen von Preisschwankungen bei Kraftstoffen unabhängiger werden. Viele Staaten setzen bereits auf Steuervergünstigungen und weitere Kaufanreize.
Deutschland: E-Autos treiben den Neuwagenmarkt
Auch in Deutschland gewinnen reine Elektroautos zunehmend an Bedeutung. So wurden laut dem Kraftfahrt-Bundesamt allein im Juni mehr als 80.000 Elektroautos neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 78,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Marktanteil stieg damit auf 28,4 Prozent.
Während die Elektromobilität zulegt, verlieren klassische Verbrenner weiter an Boden. In den ersten sechs Monaten stiegen die Neuzulassungen reiner Elektroautos um 48 Prozent. Benziner gingen dagegen um 18,2 Prozent zurück, Diesel um 8,6 Prozent.
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erwartet für das Gesamtjahr rund 693.000 Neuzulassungen reiner Elektroautos. Das wäre ein Anstieg von etwa 30 Prozent gegenüber 2025.















