Ehe kaputt, Geld weg
Roy Blacks Sohn will noch einmal bei null anfangen
30.07.2026 – 04:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Sein Vater hinterließ ihm einst 400.000 Mark: Nun ist das Geld weg, und Torsten Höllerich kehrt Kolumbien den Rücken.
Torsten Höllerich, der Sohn des 1991 verstorbenen Schlagersängers Roy Black, will nach mehr als zwei Jahrzehnten in Kolumbien zurück nach Deutschland ziehen. Auslöser sind die gescheiterte Ehe mit seiner kolumbianischen Frau Maria Fernanda und wirtschaftliche Probleme des gebürtigen Münchners. Gegenüber der „Bild“-Zeitung bringt er es auf den Punkt: „Ich fange mit 50 noch einmal komplett bei null an.“
Geboren wurde Höllerich 1976 in München, 2005 wanderte er nach Kolumbien aus. Das Erbe seines Vaters – rund 1,2 Millionen D-Mark, gedrittelt zwischen ihm, seinem Onkel Walter Höllerich und seiner Halbschwester Nathalie – ist längst aufgebraucht. Seinen Anteil von etwa 400.000 D-Mark steckte er vor allem in ein Restaurant auf Ibiza, das er acht Jahre lang mit seinem Onkel Wieland betrieb, später in Immobilien in Kolumbien, die er ebenfalls nicht mehr besitzt. Nach der Trennung von seiner Frau war er zeitweise obdachlos, zuletzt lebte er zur Miete in Santa Marta im Norden Kolumbiens.
Roy Black starb 1991 mit 3,0 Promille Alkohol im Blut
Zu seiner Rückkehr treibt Höllerich auch die Verbundenheit mit seinem Vater. „Deutschland ist meine Heimat und deshalb möchte ich noch in diesem Jahr zurückkehren“, sagt er, wobei ihm besonders die letzte Ruhestätte des Sängers in Oberbayern wichtig ist. Roy Black, bürgerlich Gerhard Höllerich, wurde im Oktober 1991 tot in seiner Fischerhütte gefunden, offiziell starb er an Herzversagen, eine Obduktion ergab 3,0 Promille Alkohol im Blut.

„Ich habe meinen Vater sehr geliebt und seinen Tod noch nicht überwunden“, erklärt Höllerich. An seinen Vater denkt er als einen Freund zurück, der sich in den Ferien Zeit für ihn genommen habe, unter anderem beim gemeinsamen Angeln. Für die Erziehung sei vor allem seine Mutter zuständig gewesen, ohne dabei streng zu sein, und auch nach der Trennung der Eltern sei der Umgang zwischen ihnen freundlich geblieben.
Zur übrigen Familie ist der Kontakt inzwischen dünn: Onkel Walter sieht er kaum noch, und auch seine Halbschwester Nathalie aus der Beziehung seines Vaters mit Carmen Böhning ist ihm weitgehend fremd geblieben. Nach seiner Rückkehr will er zunächst bei einem Freund in Niedersachsen unterkommen.














