Wetter
Neue Hitzewelle bringt bis zu 38 Grad
28.07.2026 – 03:57 UhrLesedauer: 3 Min.
Ab Mittwoch rollt eine neue Hitzewelle über Südbayern, bis zu 38 Grad sind möglich. Ein Meteorologe warnt eindringlich.
Erst ein paar Wolken über Schwaben, dann setzt sich die Hitze durch: Ab Mittwoch legt sich ein kräftiges Hoch über Mitteleuropa und zieht heiße Luft subtropischen Ursprungs nach Süddeutschland. In Südbayern und München beginnt damit eine neue Hitzewelle – und ein Meteorologe warnt eindringlich vor den Folgen.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) verlagert ein Hoch seinen Schwerpunkt über Mittel- nach Südosteuropa, wodurch von Südwesten zunehmend heiße Luft nach Süddeutschland gelangt. Für Mittwoch erwartet der DWD in der Region rund um München verbreitet starke Wärmebelastung. Los geht es an diesem Tag mit 31 bis 35 Grad, dazu häufig Sonne. An den Alpen bilden sich am Nachmittag Quellwolken, aus denen einzelne Gewitter niedergehen können – lokal mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagel und stürmischen Böen um 70 Kilometer pro Stunde.
Wetter in München: Donnerstag wird es bis zu 35 Grad heiß
Am Donnerstag wird es dann besonders heiß: Der DWD erwartet in Südbayern Höchstwerte zwischen 33 Grad an den Alpen und 38 Grad an der Donau, bei reichlich Sonne und meist trockener Luft. Auch die Nächte bieten kaum Erholung – die Tiefstwerte sinken vielerorts nur auf 17 bis 21 Grad. Am Freitag bleibt es mit 31 Grad im Allgäu bis 37 Grad an der unteren Donau erneut heiß, am Nachmittag und Abend sind vereinzelte Schauer oder Gewitter möglich.
Für München sagt wetter.com am Mittwoch 32 Grad voraus, am Donnerstag 35 Grad. Erst zum Freitag hin zeichnet sich mit vereinzeltem leichten Regen eine leichte Abkühlung ab. In der Nacht zum Samstag sinkt die Temperatur in der Münchner Innenstadt nicht unter 20 Grad – eine sogenannte Tropennacht, in der der Körper kaum abkühlen kann.
Dominik Jung: Tropische Nächte machen die Lage gefährlich
Bundesweit ordnet der DWD die Lage ein. Am Mittwoch scheine nahezu überall die Sonne, lediglich im Nordosten gebe es Wolkenfelder, sagt DWD-Meteorologe Eifried. Am Donnerstag werde es in großen Teilen des Landes sehr heiß, selbst an der See bis 31 Grad, am Oberrhein und in Franken sogar 39 Grad. Für Freitag seien in Bayern nochmals 37 Grad möglich, dazu steige das Schauer- und Gewitterrisiko deutlich an; so müsse mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden. Über das Wochenende hinaus bleibe es sehr warm bis heiß, im Südwesten könne am Sonntag und Montag lokal noch einmal die 35-Grad-Marke fallen.
Gerade die tropischen Nächte machen die Lage nach Einschätzung von Meteorologe Dominik Jung so gefährlich. Er bezeichnet Hitze als „den leisen Killer unter den Wetterlagen“: „Keine Trümmer, keine vollgelaufenen Keller, kein Drama in der Tagesschau – und trotzdem sterben Menschen.“ Besonders kritisch werde es, so Jung, wenn die Luft in den Städten nachts nicht mehr unter 20 Grad sinke und der Körper keine Pause finde.















