Brand im Müritz-Nationalpark
Bundeswehr kämpft mit Hubschraubern gegen die Flammen
Aktualisiert am 17.07.2026 – 05:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Müritz-Nationalpark kämpfen Einsatzkräfte weiter gegen das Feuer – den fünften Tag in Folge. Bundeswehrhubschrauber unterstützen.
Im Müritz-Nationalpark kämpfen die Einsatzkräfte weiter gegen den Flächenbrand auf dem Gebiet eines früheren Truppenübungsplatzes. Zuletzt lag die Ausdehnung bei etwa 360 Hektar, wie der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte am Abend mitteilte.
Der Einsatz der Bundeswehrhubschrauber sei effektiv. Die beiden großen Helikopter vom Typ CH-53 können je bis zu 5.000 Liter Wasser transportieren. Nach Angaben des Landkreises war ein kleinerer Hubschrauber vor Ort. Es seien im Tagesverlauf am Freitag wieder Hubschrauber vor Ort und unterstützen, hieß es. Gegen 10.30 Uhr gehe der Einsatz weiter.
Gemeldet wurde der Brand am Montag. Seitdem läuft der Einsatz. Am Donnerstag waren den Angaben nach rund 400 Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung dabei.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte am Donnerstag in Kratzeburg gesagt, die Einsatzkräfte seien überzeugt, „dass sie das voll im Griff haben“. Es sei deshalb weiterhin kein Katastrophenfall ausgerufen worden, dabei solle es auch bleiben.
Backhaus nannte die Wetteraussichten für die betroffene Region als einen Grund für die Zuversicht. Es sei Regen angekündigt, außerdem solle der Wind nachlassen. „Wir hoffen sehr auf die Witterung“. Der starke Wind hatte zuletzt jedoch die Ausbreitung des Feuers beschleunigt.
Seen als Wasserentnahmestellen für Bundeswehr
Die Flammen breiten sich vorwiegend nach Süden und Osten aus. Die Evakuierung des Ortsteils Granzin bleibe bestehen, teilte der Landkreis am Abend mit. Der Dambecker See, der Granziner See, der Käbelicksee und der Priesterbäker See dienten den Bundeswehrhubschraubern als Wasserentnahmestellen.
Nach Angaben des Munitionsbergungsdienstes gelten in Mecklenburg-Vorpommern rund 60.000 Hektar Wald – etwa zehn Prozent der gesamten Waldfläche – als munitionsbelastet. Davon entfallen rund 28.400 Hektar auf die höchste Gefährdungskategorie 4, worunter auch panzerbrechende Munition zählt.














