Zwischenzeitliche Tsunami-Warnung
Erdbeben erschüttert Neuseeland nahe Touristenzielen
Aktualisiert am 16.07.2026 – 13:00 UhrLesedauer: 2 Min.
In Neuseeland bebt die Erde gewaltig. Die Behörden sind in erhöhter Alarmbereitschaft.
Neuseelands Südinsel ist am Donnerstag von einem Erdbeben erschüttert worden. Der neuseeländische Katastrophenschutz gab zwischenzeitlich eine Tsunami-Warnung heraus. Er bezifferte die Stärke der Erdstöße mit 6,3, während Erdbebenwarten in Deutschland und den USA jeweils von 5,9 ausgingen. Ab einer Stufe von 6 sind laut Experten grundsätzlich auch Schäden an Gebäuden zu erwarten.
Zunächst erklärte die Nationale Katastrophenschutzbehörde am Donnerstag, die Menschen sollten sich „sofort“ in höher gelegene Gebiete begeben oder „so weit ins Landesinnere wie möglich“. Später hieß es dann, das Erdbeben sei schwächer gewesen als zunächst eingeschätzt. Die Warnung wurde zu einer Empfehlung herabgestuft. Dennoch sollten Küstenbereiche gemieden werden, teilte die Behörde auf X mit.
Erdbeben in Neuseeland: Region bei Touristen beliebt
Laut der neuseeländischen Behörde ereignete sich das Beben rund 40 Kilometer nördlich des Ortes Te Anau. Die Gemeinde liegt im dünn besiedelten Westen der Südinsel, ist aber für viele Touristen der Startpunkt für Ausflüge in die Region Fjordland mit Zielen wie dem Milford und dem Doubtful Sound.
Anwohner berichteten laut der Zeitung „New Zealand Herald“ von einem lauten Grollen, bevor das Beben die Erde erzittern ließ. Ein Anwohner berichtete, sein Bett habe gewackelt, ein anderer schilderte ein Zittern des kompletten Hauses. Der Zeitung zufolge erschütterten zahlreiche leichtere Nachbeben die Region.
Neuseeland wird immer wieder von Erdbeben erschüttert. Das Land liegt auf zwei tektonischen Platten. Besonders schwer traf es im Februar 2011 die an der Ostküste der Südinsel gelegene Großstadt Christchurch. Damals starben 185 Menschen. Viele Häuser in der Stadt wurden zerstört oder stark beschädigt – darunter auch die Kathedrale im Zentrum.













