Eigenanteil steigt deutlich
So teuer ist ein Pflegeheim-Platz in Berlin
14.07.2026 – 07:44 UhrLesedauer: 1 Min.
Hunderte Euro mehr im Monat: Pflegeheimbewohner in Berlin spüren die steigenden Eigenanteile deutlich. Wie hoch die tatsächlichen Kosten nach Abzug aller Zuschüsse sind.
Wer in Berlin oder Brandenburg einen Pflegeheimplatz benötigt, muss seit dem 1. Juli 2026 mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Nach Angaben des Verbands der Ersatzkassen (vdek) liegt die durchschnittliche Eigenbeteiligung in Berliner Pflegeheimen bei 3.749 Euro im Monat, in Brandenburg bei 3.476 Euro. Das sind in beiden Ländern rund 300 Euro mehr als zum gleichen Stichtag im Vorjahr.
Die Eigenbeteiligung setzt sich aus mehreren Posten zusammen: dem sogenannten einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE) für die Pflege sowie Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen. Der EEE ist innerhalb eines Hauses für alle Bewohner gleich, fällt aber von Einrichtung zu Einrichtung unterschiedlich aus. Er umfasst auch Ausbildungskosten für künftige Pflegekräfte.
Pflegeheim: Eigenbeteiligung sinkt mit der Zeit
Zuschüsse der Pflegekassen können die Summe verringern – allerdings nur auf den EEE, nicht auf die übrigen Kostenbestandteile. Wie hoch der Zuschuss ausfällt, hängt von der Aufenthaltsdauer ab: Im ersten Jahr übernehmen die Pflegekassen 15 Prozent des EEE, nach dem ersten Jahr 30 Prozent, nach dem zweiten Jahr 50 Prozent und ab dem vierten Jahr 75 Prozent.
Nach Abzug dieser Zuschüsse zahlen Heimbewohner in Berlin laut vdek im ersten Jahr durchschnittlich 3.388 Euro, im zweiten Jahr 3.026 Euro, im dritten Jahr 2.544 Euro und ab dem vierten Jahr 1.942 Euro. In Brandenburg sind es im ersten Jahr 3.150 Euro, im zweiten Jahr 2.824 Euro, im dritten Jahr 2.390 Euro und ab dem vierten Jahr 1.847 Euro.















