Neben den Einsatzkräften aus Elmshorn wurden mehrere Nachbarfeuerwehren, das Technische Hilfswerk und das Deutsche Rote Kreuz alarmiert.
Dachstuhl in Elmshorm gerät in Brand
Vermutlich nach einem Blitzeinschlag brannte in Elmshorn der Dachstuhl eines Einfamilienhauses. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hätten Flammen aus dem Dach geschlagen, teilte die Feuerwehr mit. Zudem sei schwarzer Rauch aufgestiegen. Starkregen und Gewitter hätten den Einsatz erheblich erschwert. Im Haus wurde eine Bewohnerin vermutet, die Einsatzkräfte fanden jedoch niemanden.
In der Spitze waren nach Angaben der Feuerwehr mehr als 220 Kräfte beteiligt. Sie mussten mehr als 130 Einsatzstellen abarbeiten. Im Laufe des Abends entspannte sich die Wetterlage.
Die Regionalleitstelle West der Polizei registrierte in der Nacht noch einige weitere wetterbedingte Einsätze. Vier davon ereigneten sich in Elmshorn, die übrigen in Horst und Hohenfelde. Dabei ging es unter anderem um überflutete Straßen, einen hochgedrückten Gullydeckel und einen mutmaßlichen Blitzeinschlag.
Auch ein Streifenwagen blieb während eines Einsatzes in Elmshorn am Montag auf einer überfluteten Straße stecken. Das Polizeiauto blieb in einer überschwemmten Unterführung stecken. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand.
In Heidenau, einem Ortsteil der Samtgemeinde Tostedt im Landkreis Harburg, beschädigte ein massiver Hagelschauer Dutzende Dächer. Das teilte ein Feuerwehrsprecher mit. Auch mehrere Autos wurden durch die Hagelkörner beschädigt.
Fische von Hagel erschlagen
Über Teilen des Landkreises Stade gingen ebenfalls teils golfballgroße Hagelkörner nieder, wie Lokalmedien berichteten. Laut „Kreiszeitung“ war die Wucht des Niederschlags so stark, dass Hagelkörner Fische in einem Gartenteich töteten. Anwohner gaben demnach an, einen derart heftigen und lang anhaltenden Hagelschauer „seit rund 40 Jahren nicht mehr erlebt zu haben“.
Der DWD hatte in Niedersachsen unter anderem vor Unwettern in den Landkreisen Cuxhaven, Stade und Harburg sowie in den Kreisen Diepholz, Verden und Nienburg/Weser gewarnt. In Schleswig-Holstein galten Warnungen für die Kreise Pinneberg und Steinburg.
Hunderte Einsatzkräfte rücken in der Region Hannover aus
Auch die Region Hannover und später das Stadtgebiet waren von heftigem Starkregen betroffen. Zahlreiche Keller, Tiefgaragen und Aufzugschächte liefen voll Wasser. „Alle Ortsfeuerwehren, alle Kräfte, die zur Verfügung stehen, haben wir im Einsatz“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Selbst dienstfreie Kräfte seien alarmiert worden. Insgesamt waren demnach rund 300 Einsatzkräfte aller 17 Ortsfeuerwehren in der Nacht damit beschäftigt, die zahlreichen Notrufe stetig abzuarbeiten.














