Trippeln statt Stolzieren
Beim Wandern richtig bergab gehen – fünf Tipps
Aktualisiert am 03.07.2026 – 07:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Wenn die Waden vom Aufstieg schmerzen, ist noch lange nicht Schluss. Auch der Abstieg sollte unfallfrei gemeistert werden. Fünf Tipps, wie das sicher gelingt.
Beim Wandern ist der Weg nach oben meist anstrengend, dennoch nehmen viele die Herausforderung gerne an. Denn nach dem Aufstieg wartet das Erfolgserlebnis, es geschafft zu haben – durchzuatmen, eine verdiente Rast einzulegen und den Ausblick vom Gipfel ins Tal genießen zu können.
Doch auf die Pause folgt der Abstieg, schließlich muss man irgendwann auch wieder nach unten. Erfahrene Wanderer und Bergführer wissen, dass jetzt die eigentliche Bewährungsprobe ansteht. Wenn die Beine müde sind und der Tag sich dem Ende nähert, werden Menschen unachtsam. Beim Abstieg verletzen sich mehr Wanderer als beim Aufstieg. Aber mit der passenden Technik lässt sich das Unfallrisiko minimieren. So gehen Sie richtig bergab.
1. Kräfte einteilen
Viele Wanderunfälle passieren beim Abstieg, weil die Muskulatur dann bereits übersäuert ist. Deshalb sollte eine Tour so geplant werden, dass auch für den Rückweg noch genügend Kraft und Konzentration bleiben. Lieber etwas langsamer gehen und bei langen Abstiegen regelmäßig kurze Pausen einlegen. Gut, wenn man jetzt noch einen kleinen Snack (Müsliriegel, Apfelspalten) übrig hat.
2. Den Körperschwerpunkt über den Füßen halten
Wichtig ist es auch, die Balance zu halten. Dazu den Oberkörper senkrecht über den Füßen halten. So verteilt sich das Gewicht besser auf die gesamte Fußsohle, die Reibung nimmt zu und das Risiko auszurutschen sinkt. Eine nach hinten gelehnte Körperhaltung ist beim Bergabgehen ungünstig.
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3. Mit der ganzen Sohle auftreten
Wo immer es das Gelände zulässt, sollte der Fuß mit der gesamten Sohle aufgesetzt werden. Das sorgt auf Fels, Waldboden oder Schotter für den besten Halt. Auf ebenen Pfaden wiederum setzt man bergab den Fußballen als Erstes auf. So fängt die Wadenmuskulatur mehr Last ab. Die Knie sollten dabei leicht gebeugt bleiben.
4. Kleine Schritte statt großer Sprünge
Vor allem in steilem Gelände sind kurze, federnde Schritte sicherer als große Ausfallschritte. Also, lieber trippeln, statt stolzieren. Die Knie werden weniger belastet, das Gleichgewicht bleibt leichter erhalten und man kann sich schneller auf rutschigen Untergrund einstellen.

5. Wanderstöcke gezielt einsetzen
Wanderstöcke entlasten Knie und Gelenke spürbar und erhöhen die Stabilität. Im einfachen Gelände bieten zwei Stöcke die größte Unterstützung. Wird der Weg sehr steil oder endet an einer Kante oder einem Hindernis, sollte mindestens eine Hand frei bleiben, um sich im Notfall abstützen oder festhalten zu können.













