Oktober 28, 2026 2:55 p.m. CET

Am Samstag

„Gen Z regelt“: 15.000 Demonstranten in Köln erwartet


28.10.2026 – 13:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Zahlreiche Demonstranten ziehen von der Porte d’Italie in Paris in Richtung Porte de Vincennes (Symbolbild): Auch in Köln ist am Samstag mit Tausenden Demonstranten zu rechnen. (Quelle: Marcus Golejewski/dpa)

Die Protestbewegung „Gen Z regelt“ will an Halloween in Köln auf die Straße gehen. Inzwischen ist die Demonstration bei der Polizei angemeldet. Die Organisatoren rechnen mit Tausenden Teilnehmern.

Köln steht an Halloween möglicherweise eine Großdemonstration bevor. Für Samstag, den 31. Oktober, ruft die Bewegung „Gen Z regelt“ zu einem Aufzug in der Kölner Innenstadt auf. Losgehen soll es um 14 Uhr auf dem Heumarkt. Wie die Polizei auf Anfrage der Kölner Redaktion von t-online mitteilte, rechnet der Anmelder mit rund 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Auch im Internet zeichnet sich ein großes Interesse an der Veranstaltung ab. Auf der Internetseite der Initiative haben sich bislang 12.651 Menschen virtuell für die Demonstration in Köln angemeldet. Die Angaben sind allerdings unverbindlich. Wie viele Menschen am Samstag tatsächlich teilnehmen werden, lässt sich daraus nicht zuverlässig ableiten.

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„Gen Z regelt“ protestiert gegen Wehrpflicht und hohe Lebenshaltungskosten

Die Demonstration in Köln ist Teil eines bundesweiten Protesttags. Die Initiative „Gen Z regelt“ mobilisiert für den 31. Oktober in zahlreichen deutschen Städten.

Im Mittelpunkt stehen vor allem Themen, die junge Menschen betreffen. In ihrem Positionspapier kritisiert die Bewegung unter anderem den Zustand des Bildungssystems, steigende Lebenshaltungskosten und Kürzungen im sozialen Bereich.

Die Initiative fordert mehr Investitionen in Schulen, Bildung und das Gesundheitswesen. Auch der schwierige Zugang zu psychotherapeutischer Versorgung und die finanzielle Belastung junger Menschen werden thematisiert.

Ein weiterer zentraler Kritikpunkt ist die Wehrpflicht. Die Bewegung wendet sich dagegen, dass junge Menschen zum Militärdienst verpflichtet werden könnten, und kritisiert zugleich hohe staatliche Ausgaben für Aufrüstung.

Darüber hinaus setzt sich die Initiative für mehr Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und eine stärkere politische Beteiligung der jungen Generation ein.

Protestbewegung orientiert sich an Demonstrationen im Ausland

Hintergrund der bundesweiten Mobilisierung sind auch Jugendproteste in anderen europäischen Ländern. Insbesondere in Frankreich kam es zuletzt zu Demonstrationen junger Menschen, die teilweise in gewaltsame Ausschreitungen mündeten.

Die deutsche Initiative beruft sich auf die Protestbewegungen im Ausland, betont aber, dass ihre Demonstrationen friedlich verlaufen sollen. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur distanzierte sich Mitinitiator Akram Selo ausdrücklich von Gewalt.

Auch in Köln wird die Mobilisierung aufmerksam verfolgt. Nach Angaben der Polizei liegen bislang keine konkreten Hinweise auf geplante Gewalttaten wie bei den Protesten in Frankreich vor.

Mit den erwarteten 15.000 Teilnehmern und den mehr als 12.600 Online-Zusage zählt die geplante Demo in Köln zu der größten „Gen Z regelt“-Protestaktion in Deutschland.

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