August 26, 2026 7:37 p.m. CEST

„Gegen jede Regel des zivilisierten Zusammenlebens“

Zweijähriges Mädchen löst Eklat aus


26.08.2026 – 16:35 UhrLesedauer: 2 Min.

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Kleines Mädchen auf rosa Töpfchen (Symbolbild): Ein Restaurantbesuch entfacht Streit um Rücksicht und Regeln. (Quelle: Rafael Ben-Ari/Chameleons Eye/imago)

Ein Restaurantmanager bittet Eltern, ihr zweijähriges Kind mit dem Töpfchen zur Toilette zu bringen. Die Familie reagiert verärgert – kurz darauf wird der Vorfall öffentlich diskutiert.

Ein zweijähriges Mädchen sitzt in einem Restaurant zwischen den Tischen – auf einem Töpfchen. Die Szene in Ponte di Legno in der norditalienischen Region Brescia beschäftigt kurz darauf die sozialen Netzwerke. Auslöser ist ein Beitrag samt Foto in der Facebook-Gruppe „Quelli che … Ponte di Legno“.

Verfasst hat ihn der Manager des Restaurants. Er schildert darin nicht nur den ungewöhnlichen Anblick, sondern auch einen Streit mit den Eltern des Kindes.

Nach Darstellung des Restaurantmanagers bat das Personal die Eltern, mit dem Mädchen auf die Toilette zu gehen, nachdem dieses sich auf dem Töpfchen niedergelassen hatte. Die Eltern sollen auf die Aufforderung verärgert reagiert haben.

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Restaurantmanager nennt Verhalten „unerträglich“

Die Mutter habe erklärt, ihre Tochter werde gerade trocken. Kurz darauf habe sie das Mädchen vom Töpfchen gehoben und es vor den übrigen Gästen gesäubert, schreibt der Manager. Anschließend habe die Familie das Restaurant verlassen.

Der Restaurantmanager begründet seine Aufforderung mit der Rücksicht auf das Personal, die anderen Gäste und das Kind selbst. „Die Toiletten waren nur wenige Meter entfernt“, schreibt er in dem Facebook-Beitrag. Die Mutter hätte das Mädchen deshalb dorthin bringen sollen. Deutlich wird er auch mit Blick auf den anschließenden Abgang der Familie: „Zum Glück“ seien die Eltern gegangen. Andernfalls hätte er sie aufgefordert, das Restaurant zu verlassen, „da ihr Verhalten offensichtlich unerträglich war“.

Gegen „jede Regel des zivilisierten Zusammenlebens“

Der Beitrag löste in der Facebook-Gruppe zahlreiche hasserfüllte Reaktionen aus, sodass der Administrator der Gruppe sich genötigt sah, den ursprünglichen Beitrag zu löschen.

Nach der Löschung folgte in derselben Facebook-Gruppe eine weitere Stellungnahme zu dem Vorfall. Darin wird argumentiert, dass in einem Restaurant neben Erziehung und Rücksichtnahme auch Hygienevorschriften eine Rolle spielten. Schließlich würden dort Lebensmittel verzehrt. Das Verrichten des Geschäfts unmittelbar neben anderen Gästen und deren Essen berge dem Beitrag zufolge ein „hohes bakterielles Potenzial“.

Zugleich verwies der Verfasser auf den Respekt gegenüber dem Personal und den übrigen Gästen. Diese bezahlten dafür, ihre Mahlzeit in einer angenehmen Atmosphäre einzunehmen. Der „Geruch und Anblick eines Kindes, das sein Geschäft verrichtet“, heißt es in der Stellungnahme, verstoße gegen „jede Regel des zivilisierten Zusammenlebens“.

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