„Es handelt sich nie um den Sex“
Das denkt Ex-„Tatort“-Kommissarin Anna Schudt übers Fremdgehen
18.10.2026 – 11:34 UhrLesedauer: 3 Min.

Seit 15 Jahren ist Anna Schudt mit ihrem Schauspielkollegen Moritz Führmann verheiratet. Einen Ehebruch hält die Künstlerin nicht automatisch für einen Trennungsgrund, wie sie t-online verrät.
Anna Schudt ist vielen durch ihre langjährige Karriere als „Tatort“-Kommissarin bekannt. Über zehn Jahre lang spielte sie in der Dortmunder Ausgabe der Krimireihe die Ermittlerin Martina Bönisch, ehe sie 2023 zum letzten Mal in der Rolle zu sehen war. Das Ende ihrer „Tatort“-Zeit bedeutet allerdings nicht auch ein Aus als Schauspielerin. Im Gegenteil.
Am Montag spielt Schudt im ZDF-Drama „Das verschwundene Kind“ (am 19. Oktober, ab 20.15 Uhr im ZDF) die Rolle einer zweifachen Mutter. Im t-online-Interview spricht sie über ihren neuen Film. „Es geht um die Frage, ob die Kinderseele ungesehen und unerkannt leidet, wenn Geheimnisse in Familien bestehen, die in allen arbeiten“, erklärt sie die Handlung.
Für die Dreharbeiten stand sie mit namhaften Kollegen vor der Kamera. Mark Waschke etwa, der die Rolle des Robert Karow spielt, ist seit 2015 Hauptkommissar im Berliner „Tatort“. Die langjährige Erfahrung verbindet die vier Hauptdarsteller: „Wir haben sehr gern miteinander gearbeitet und haben sehr viel gelacht und diskutiert, außerhalb der Szenen. Da wir alle in einem ähnlichen Alter sind, haben wir auch schon einiges erlebt und hatten uns viel zu erzählen“, erinnert sich Schudt.
„Bedingungen können immer neu besprochen und verhandelt werden“
Im Film geht es auch um den Betrug in einer Ehe. Dem Thema Fremdgehen steht die 52-Jährige wenig dogmatisch gegenüber: „Ich bin überzeugt, es handelt sich nie um den Sex, wenn man versucht, die Verletzung zu untersuchen“, sagt sie. Vielmehr sei es für sie „das Brechen einer bestehenden Verabredung“ und „um das Gefühl, draußen zu stehen und ausgeschlossen zu werden“.
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Die Ehe sei für sie eine Art „Komplizenschaft“ und eine „Vereinbarung, über viele Jahre Gefährten“ zu sein. Dabei ist sie in ihren Ansichten aber nicht festgefahren, im Gegenteil: „Die Bedingungen dafür könnten immer neu besprochen und verhandelt werden, weil wir uns alle verändern.“
Das Paar hat zwei Söhne
Mit Führmann zusammen hat Schudt zwei Söhne, auch im ZDF-Film spielt sie eine zweifache Mutter. Doch das Lebensmodell ihrer Rolle ist ungewöhnlich. Mit einem befreundeten Ehepaar und deren Sohn leben alle zusammen auf einem Bauernhof auf dem Land in einer Art Kommune. „Ich finde das interessant“, sagt Schudt dazu. Ob so eine Lebensweise auch für sie infrage gekommen wäre, darüber will sie heute nicht mehr nachdenken. „Ich mache mir darum keine Gedanken, meine Kinder sind groß und ich habe ein anderes Modell gelebt.“
