Brandschutz beim Grillen
Ob Gas oder Kohle: Wo Sie einen Grill nicht hinstellen sollten
Aktualisiert am 14.09.2025 – 06:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Sommerzeit ist Grillzeit. Doch nicht überall ist Grillen erlaubt. Unabhängig von Verboten gibt es Orte, wo der Grill wegen der Sicherheit nicht hingehört.
Überall dort, wo Grillen verboten ist, hat ein Grill nichts verloren. Doch auch im legalen Terrain gibt es Bereiche, wo ein Grill sogar zur Gefahr werden kann. Ob es sich um einen Kohle- oder Gasherd handelt, spielt keine Rolle. Nachfolgender Artikel erklärt, wo der Grill nichts verloren hat.
Abstand zu Gebäuden beim Grillen einhalten
Wer grillt, muss Abstände einhalten und das nicht nur zum Nachbarfenster. Die Herstellerangaben geben zwar eine erste Orientierung, sind aber nicht immer ausreichend. Wird ein großer Gas- oder Kohlegrill genutzt, ist ein Abstand von drei Metern zur nachbarschaftlichen Grundstücksgrenze einzuhalten. Der Abstand zum nächsten Gebäude muss mindestens fünf Meter betragen.
Befindet sich in direkter Nähe ein Gebäude aus brennbaren Materialien wie Holz oder Zeltaufbauten, sind acht Meter als Mindestabstand einzuhalten. Diese Maßnahmen dienen dem Brandschutz und verhindern, dass Funkenflug zu einem Brand führen kann.
Der Immobilienverband Deutschland weist auf das Thema Brandschutz beim Grillen auf dem Balkon hin. Holzkohle ist hier tabu, da die Grills eine Temperatur von 800 Grad erreichen und damit gefährlich werden können. Funkenflug kann selbst den Nachbarbalkon erreichen, und hier kann die Strohmatte schnell zur Brandquelle werden.
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Im Garten lassen sich Abstände besser einhalten, aber auch hier darf der Grill nie direkt im Gras stehen. Es braucht eine feuerfeste Unterlage und einen Platz im Windschatten. Befinden sich Gartenmöbel in der Nähe, ist ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten.
Während der Sommermonate steigt die Gefahr von Trockenheitsbränden. Ist das Gras sehr trocken, kann das Grillen selbst bei einem geeigneten Standort gefährlich sein. Der TÜV Thüringen weist darauf hin, dass Grillen mit Holzkohle bei Hitze und Trockenheit eine unterschätzte Gefahr darstellt.
Wenn die Waldbrandgefahr steigt, ist auch das Risiko eines Gartenbrandes höher. Der Grill hat in der Nähe von Bäumen und Sträuchern, aber auch auf dem vertrockneten Rasen nichts zu suchen. Wer grillt, sollte laut TÜV immer eine Wasserquelle zur Verfügung haben, um im Notfall zu löschen.
Außerdem weist der TÜV darauf hin, dass Elektro- oder Gasgrills sicherer sind. Beim Gasgrill verhindert die Haube den Funkenflug, bei einem Elektrogrill bilden sich keine Funken.
Wenn ein Sommerregen die Würstchen vom Grill spült, macht sich Ärger breit. Grillen funktioniert mit einem Gasgrill auch unter einer Überdachung, wenn die Belüftung sichergestellt ist.
Beim Holzgrill ist ein Dach aus brennbaren Materialien aus mehreren Gründen tabu. Funkenflug gefährdet die Substanz der Überdachung, wenn etwa unter einem Holzcarport gegrillt werden soll. Die hohe Rauchentwicklung kann zudem zu Beschwerden bei der Atmung führen.
Ein Gasgrill ist sicherer, wenn er unter einer geeigneten Überdachung betrieben wird. Eine gute Belüftung ist trotzdem wichtig. Mindestens zwei Seiten sollten der Luftzirkulation dienen, im Wintergarten wären Dach und Seitenwände hier geeignet.
