Transfer fix
WM-Star wechselt zu Messi-Klub – doch es gibt Unruhe
22.07.2026 – 19:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Klub aus der US-amerikanischen MLS verpflichtet einen langjährigen Erfolgsgaranten. Ganz sauber soll dabei aber nicht alles zugegangen sein.
Der nächste große Name, der zu Inter Miami wechselt, steht offenbar fest. Nach Superstar Lionel Messi, dessen früheren Barcelona-Teamkollegen Luis Suárez sowie dem argentinischen Nationalspieler Rodrigo de Paul verstärkt nun offenbar auch der langjährige brasilianische Nationalspieler Casemiro den Klub aus Florida in der Major League Soccer (MLS).
Der frühere Mittelfeldspieler von Real Madrid und Manchester United schließt sich der Mannschaft um Messi an. Der 34 Jahre alte Brasilianer erhält in Florida einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2027 mit einer Option bis 2029, wie der Klub am Mittwoch mitteilte.
Für den defensiven Mittelfeldspieler wird keine Ablöse fällig. Casemiros Kontrakt war zuletzt beim englischen Rekordmeister Manchester United trotz starker Leistungen nicht verlängert worden. „Das Projekt, das mir der Klub vorgestellt hat, und der Einsatz aller Beteiligten, um mich hierher zu holen, bedeuten mir sehr viel“, sagte Casemiro.
Seine erfolgreichste Zeit erlebte Casemiro, der mit der „Seleção“ bei der Weltmeisterschaft im Achtelfinale an Norwegen (1:2) gescheitert war, bei Real Madrid. Mit den Königlichen gewann der Routinier fünf Mal die Königsklasse, ehe er 2022 nach England wechselte.
„Er ist ein Gewinner, der im Fußball bereits so viel erreicht hat“, sagte Mitbesitzer David Beckham: „Nach seiner außergewöhnlichen Karriere bei Real Madrid und Manchester United freue ich mich sehr, dass er sich entschieden hat, Miami zu seinem neuen Zuhause zu machen.“
Allerdings gibt es beim Transfer noch einen Haken: Die MLS untersucht den Wechsel nämlich. Grund: Ein Disput mit Ligarivale LA Galaxy. „Die Liga sammelt nun alle relevanten Informationen und wird von weiteren Stellungnahmen absehen, bis die Überprüfung abgeschlossen ist“, gab die MLS am Mittwoch bekannt. Demnach habe LA ursprünglich das exklusive Vorrecht auf Verhandlungen mit Casemiro gehabt, die sogenannten „Discovery Rights“.
„Discovery List“ als Streitpunkt
Diese wurden eingeführt, um Chancengleichheit zwischen den Teams der Liga zu wahren. Jeder Klub kann daher eine „Discovery List“ mit fünf bis in Ausnahmefällen sogar sieben Wunschspielern erstellen, um dann die alleinigen Verhandlungsrechte mit einem Akteur zu erhalten. Voraussetzung: Keiner der aufgeführten Spieler ist aktuell in der MLS aktiv und ist auch keinem anderen Team bereits zugeteilt. Haben zwei Klubs denselben Spieler auf der Liste, erhält der Klub die Verhandlungsrechte, der ihn zuerst aufgeführt hat.
