Nach Halbfinal-Aus
Weltmeister kritisiert Frankreich-Profis: „Keinen Bock zu trainieren“
Aktualisiert am 15.07.2026 – 10:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Christoph Kramer analysiert die 0:2-Pleite von Frankreich im Halbfinale für das ZDF. Dabei kommt er zu einem interessanten Schluss. Ein weiterer Experte unterstützt ihn.
Christoph Kramer hat nach der französischen 0:2-Niederlage (0:1) gegen Spanien im WM-Halbfinale die Herangehensweise von Frankreichs Top-Spielern kritisiert. Die „Equipe Tricolore“ verlor letztlich chancenlos gegen Spanien, vor allem, weil das Team von Trainer Luis de la Fuente extrem ballsicher war.
„Man hat bei Frankreich im Anlaufverhalten gesehen, dass Spanien gegen sie ewig spielen kann“, befand Kramer das französische Verhalten bei gegnerischem Ballbesitz direkt nach dem Spiel im ZDF. „Nicht, weil Frankreich nicht will, sondern, weil die Spieler keinen Bock haben zu trainieren und du die benötigten Laufwege deswegen nicht einstudieren kannst.“ Bei Spanien stimme es hingegen.
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Kurz vorher hatte der 35-jährige Ex-Profi bereits salopp gesagt: „Die Spanier können spielen, spielen, spielen. Frankreich hat nicht den Hauch einer Chance, an den Ball zu gelangen.“ Kramer wollte das allerdings nicht als Kritik an Frankreichs Trainer Didier Deschamps sehen: „Auf diesem Niveau ist es ein bisschen untrainierbar.“
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Er führte außerdem an, dass es viele französische Spieler in ihren Klubs auch nicht gewohnt seien, gegen ein Team mit viel Ballbesitz zu spielen. Auch Ex-Freiburg-Trainer und ZDF-Experte Christian Streich gab Kramer recht und sah bei de la Fuente einen entscheidenden Vorteil gegenüber Deschamps.
Der 65-Jährige trainiert seit 2013 im spanischen Verband, war erst für die U19 und U18 zuständig, übernahm 2018 die U21. Außerdem übernahm er 2021 die Olympia-Auswahl und holte Silber. Streich fasste es zusammen: „Er spielt mit Spielern, die ihn und sich bereits zehn Jahre kennen, die er in der Jugend trainiert hat.“
