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Wall Street verliert an Schwung

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Die anstehenden Arbeitsmarktdaten am Freitag lassen Anleger vorsichtig agieren. Sie warten gespannt auf den Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für Juli. Dieser dürfte auch Rückschlüsse auf weitere Zinserhöhungen der Fed liefern.

Nach den jüngsten Kursgewinnen halten sich US-Anleger mit weiteren Käufen zurück. Zur Wochenmitte hatten positive Wirtschaftsdaten die Wall Street gestützt und die Rezessionsängste zumindest etwas vertrieben. Der Dow-Jones-Index stagniert über den Tag und schließt bei 32.726 Punkten im Minus. Der S&P-500 sinkt leicht um 0,1 Prozent. Und auch der Nasdaq-Composite macht keine großen Sprünge und steigt lediglich um 0,4 Prozent.

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Hauptgrund für die zögerliche Haltung sind die Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten, die Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der weltgrößten Volkswirtschaft und das Tempo der erwarteten Zinserhöhungen der Notenbank Fed liefern könnten. Experten erwarten für Juli den Aufbau von 250.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft.

Befeuert von teuren Energie-Ausfuhren ist das Defizit der US-Handelsbilanz gesunken – im Rahmen der Erwartungen. Von größerem Interesse ist allerdings die laufende Berichtssaison der Unternehmen.

Conocophillips nach Zahlenausweis gemieden

Conocophillips fallen um 1,6 Prozent. Der US-Ölkonzern hat seinen Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppelt und die Markterwartungen damit übertroffen. Zudem soll die für 2022 geplante Ausschüttung um 5 Milliarden auf insgesamt 15 Milliarden Dollar aufgestockt werden. Allerdings rechnet das Unternehmen mit steigenden Kosten, angesichts dieser Schlagzeilen und einem 27-prozentigemn Kursplus seit Jahresbeginn nehmen Anleger Gewinne mit.

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Der US-Biotechnologiekonzern Amgen kauft die Biotechfirma Chemocentryx für 3,7 Milliarden US-Dollar. Die Chemocentryx-Aktie macht daraufhin einen Kurssprung um über 100 Prozent. Chemocentryx besitzt ein Medikament, das kürzlich zur Behandlung einer seltenen Erkrankung des Immunsystems zugelassen wurde.

Ebay sinken um fünf Prozent. Der Betreiber des gleichnamigen Internet-Auktionshauses war zwar im zweiten Quartal in die Verlustzone gerutscht, weil die Zahl der aktiven Käufer deutlich zurückgegangen war, hatte aber auf bereinigter Basis die Erwartungen übertroffen.

Clorox auf Talfahrt

Der Kasinobetreiber MGM profitierte im zweiten Quartal von der Aufhebung von Corona-Beschränkungen, die dem Spielerparadies Las Vegas wieder mehr Zulauf bescherte. Die Aktie rückt 3,7 Prozent vor. Die Aktie der Lucid Group knickt um 9,8 Prozent ein, nachdem der Hersteller von Elektroautos seine Prognose für die Autoproduktion gesenkt hat.

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Ein pessimistischer Ausblick schickt Clorox auf Talfahrt. Die Aktien des Anbieters von Bleich- und Reinigungsmitteln fallen um fast zehn Prozent. Das Unternehmen warnte vor einem Umsatzrückgang 2023 und vor zusätzlichen Kosten für den Konzernumbau von bis zu 100 Millionen Dollar. Der eingeschlagene Spar- und Rationalisierungskurs sollte gemeinsam mit Preiserhöhungen aber zu steigenden Margen führen, prognostiziert Analystin Erin Lash vom Research-Haus Morningstar. Für langfristig orientierte Anleger seien Clorox-Titel daher eine Empfehlung.

Die Ölpreise pendeln etwas Auf und Ab – neigen aber aktuell zur Schwäche, nachdem sie am Vortag deutlich nachgegeben hatten. Laut Händler dürfte insbesondere die Benzinnachfrage in den USA ihr Hoch gesehen haben. Generell werde der Erdölmarkt unverändert von Nachfragesorge beherrscht, heißt es im Handel. Die Charttechnische Situation bleibe bärisch.

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