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Uniper könnte bald Stromproduktion drosseln

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Das Niedrigwasser macht die Schifffahrt auf dem Rhein immer schwieriger. Auch die Versorgung von zwei Steinkohlekraftwerken entlang des Flusses muss eingeschränkt werden. Der Betreiber Uniper stellt deshalb „Unregelmäßigkeiten im Betrieb“ in Aussicht.

Die Pegelstände am Rhein sinken weiter und bedrohen die Binnenschifffahrt sowie den Transport wichtiger Güter – jetzt auch die Stromversorgung. Der niedrige Wasserstand könnte den Energiekonzern Uniper zwingen, die Stromproduktion in zwei Steinkohlekraftwerken herunterzufahren.

Bis zum 7. September könne es bei den Kraftwerken Datteln 4 in Nordrhein-Westfalen und im hessischen Staudinger 5 Unregelmäßigkeiten im Betrieb geben, teilte das Unternehmen mit. Wegen der niedrigen Pegelstände könne Kohle weniger zu den Kraftwerken transportiert werden.

Wegen der anhaltenden Trockenheit steuert Deutschland bereits in Richtung des Jahrhundertniedrigwassers 2018. „Das aktuelle Niedrigwasser behindert in zunehmendem Maße die Güterschifffahrt in Deutschland“, so der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB). Die Schifffahrt zähle beim Transport von Kohle, Getreide, Futtermitteln, Baustoffen, Mineralöl, Containern und Industrie-Rohstoffen zu den „systemrelevanten Größen“.

Die Pegel sinken stetig

Die seit Wochen sinkenden Wasserstände, insbesondere an Rhein, Elbe und Donau, bereiten Sorge und führen dazu, dass Schiffe nur noch einen Teil der sonst üblichen Ladung mitnehmen können, um nicht auf Grund zu laufen. Noch sind die historischen Niedrigwasserstände des Jahres 2018 nicht erreicht, aber die Pegelstände sinken weiter. Der für den Oberrheinverkehr wichtige Pegel Kaub weist einen Stand von 55 Zentimetern aus (2018: 25 cm). In Duisburg-Ruhrort am Niederrhein stand der Pegel bei 1,85 Meter (2018: 1,53 m).

In Köln beträgt der Rhein-Pegelstand 1,03 Meter und wird nach den Vorhersagen spätestens am morgigen Freitag die Marke von einem Meter unterschreiten. Der niedrigste bekannte Wasserstand wurde dort im Oktober 2018 mit 69 Zentimetern gemessen. Der langjährige Mittelwert liegt bei knapp drei Metern. Die Pegelstände sind nicht gleichzusetzen mit der Wassertiefe, geben den Experten aber wichtige Hinweise auf die Befahrbarkeit der Wasserwege.

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