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Sinkende Inflation macht Anlegern Mut

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Nachdem die Verbraucherpreise in den USA zuletzt nicht mehr ganz so stark gestiegen sind, keimt an der Wall Street die Hoffnung, dass die Fed bei den Zinserhöhungen auf die Bremse treten könnte. Indes sorgt Johnson&Johnson mit einer Ankündigung für Sorgen bei seinen Aktionären.

An der Wall Street haben die Anleger zum Wochenschluss neuen Mut geschöpft und bei Aktien zugegriffen. Investoren hofften darauf, dass die US-Notenbank Fed das Tempo im Zinserhöhungszyklus drosseln werde, sollte der Preisauftrieb auf breiter Front nachlassen. Zuletzt waren die Verbraucher- und Produzentenpreise im Juli nicht mehr ganz so rasant gestiegen wie zuletzt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 1,3 Prozent auf 33.761,05 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 2,1 Prozent auf 13.047,19 Punkte vor und der breit gefasste S&P 500 legte 1,7 Prozent auf 4.280,15 Punkte zu.

„Die weitere Entwicklung der Ölpreise und anderer Verbraucherpreise unterliegt vielen Unwägbarkeiten, aber der Höhepunkt der Inflation liegt eindeutig hinter uns,“ sagte John Vail von Nikko AM. Die entscheidende Frage sei nun, wie weit und wie schnell sie fallen werde. Vermutlich dürften die Zentralbanken eine restriktivere Haltung einnehmen als allgemein angenommen. Die Fed hatte die ausufernde Inflation zuletzt mit ungewöhnlich großen Zinsschritten bekämpft. Sie will nächsten Monat nachlegen. Der Leitzins liegt aktuell in der Spanne von 2,25 bis 2,50 Prozent.

Johnson & Johnson 161,34

Unter den Einzelwerten sorgte der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson&Johnson für Gesprächsstoff. Das Unternehmen will den globalen Verkauf seines talkbasierten Babypuders im kommenden Jahr stoppen. Die Produkte sollen künftig komplett auf Basis von Maisstärke produziert werden. Vor zwei Jahren hatte das Unternehmen den Verkauf in den USA und Kanada eingestellt und als Grund die mangelnde Nachfrage genannt. Gegen den Konzern sind noch rund 38.000 Klagen von Konsumenten wegen des Vorwurfs anhängig, der Talk sei mit Asbest kontaminiert und verursache Krebs. Die Aktien gaben 1,1 Prozent nach.

Für die Titel von ADDvantage ging es dank robuster Quartalszahlen um 35,4 Prozent nach oben. Unter anderem wegen der Aufrüstung der Mobilfunknetze auf den Standard 5G schossen die Umsätze bei dem Mobilfunk-Zulieferer im dritten Quartal um 63 Prozent in die Höhe.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 98,38

Am Rohstoffmarkt blieb die Unsicherheit bezüglich der Ölnachfrage in den kommenden Monaten groß. Die Preise für das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI fanden nur schwer eine einheitliche Richtung. Sie schwankten um ihren Vortagesschluss von 99,60 beziehungsweise 94,34 Dollar je Fass. Am Donnerstag hatte die erhöhte Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) für die Ölnachfrage in diesem Jahr die Preise um mehr als vier beziehungsweise drei Prozent nach oben getrieben. Für Unruhe sorgte jedoch, dass die Opec wegen der konjunkturellen Unsicherheiten von einer geringeren Ölnachfrage ausgeht und ihre Prognose bereits zum dritten Mal seit April gekürzt hat.

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