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Opec+ bleibt bei reduzierter Fördermenge

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Öl wird nicht billiger, denn die Opec+-Länder bleiben bei ihrer reduzierten Fördermenge. Die Unsicherheiten auf dem Markt seien erheblich, heißt es. Dazu zählt auch die Ölpreisobergrenze, die G7 und EU für russische See-Lieferungen beschlossen haben.

Die großen Öl exportierenden Länder lassen die derzeitigen Fördermengen unverändert. Vor dem Hintergrund der jüngsten Sanktionen gegen Russland verständigten sich Vertreter der 23 in der Gruppe Opec+ zusammengeschlossenen Länder in einer Videokonferenz darauf, an dem im Oktober beschlossenen Kurs festzuhalten. Die Unsicherheiten auf dem Markt seien aktuell erheblich, hieß es.

Die Opec-Länder unter Führung von Saudi-Arabien sowie zehn weitere Partnerländer, allen voran Russland, hatten vor zwei Monaten vereinbart, die Förderung ab November um täglich zwei Millionen Barrel (je 159 Liter) zu reduzieren. Das war die stärkste Senkung seit 2020 zu Beginn der Corona-Krise.

Ein Fachkomitee der Opec+ will die Förderstrategie alle zwei Monate überprüfen. Sollte es die Marktsituation erfordern, würden auch umgehend Beratungen auf Ministerebene stattfinden, hieß es weiter. Zunächst sei das nächste reguläre Minister-Treffen für den 4. Juni 2023 terminiert. Der Einfluss des 2016 um zehn Nicht-Opec-Länder erweiterten Kartells ist weiterhin erheblich. Die Allianz hat einen weltweiten Marktanteil von etwa 40 Prozent.

Am Montag tritt ein EU-Embargo für russische Öllieferungen per Schiff in Kraft. Die G7- und die EU-Staaten sowie Australien hatten am Freitag eine Obergrenze von 60 Dollar (57 Euro) pro Barrel für auf dem Seeweg transportiertes Öl aus Russland beschlossen.

Durch den Preisdeckel soll es Moskau erschwert werden, die wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängten Sanktionen durch Verkäufe außerhalb der EU oder der G7 zu umgehen. Russland hatte im Vorfeld angekündigt, kein Öl mehr an Länder zu liefern, die eine Obergrenze einführen.

Am Samstag sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, dass Moskau den Preisdeckel nicht akzeptieren werde. Er fügte hinzu, dass Moskau sich im Vorfeld auf eine solche Obergrenze vorbereitet habe, machte dazu aber keine weiteren Angaben.

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