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Füllung der Gasspeicher schreitet voran

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Gefüllte Gasspeicher sind die Voraussetzung, um gut durch den Winter zu kommen. Trotz der gedrosselten Lieferungen aus Russland nähert sich der Füllstand dem nächsten Zwischenziel. Vereinzelte Speicher bereiten der Bundesnetzagentur jedoch Sorgen.

Der Füllstand der deutschen Erdgasspeicher nähert sich trotz der stark reduzierten Liefermengen aus Russland weiter der 75-Prozent-Marke. Wie aus im Internet veröffentlichten Daten der europäischen Gasspeicher-Betreiber hervorging, lag der Wert am vergangenen Mittwoch bei 70,4 Prozent. Der Füllstand wird immer mit zwei Tagen Verspätung gemeldet.

Eine neue Verordnung sieht vor, dass die deutschen Speicher am 1. September zu mindestens 75 Prozent gefüllt sein müssen. Zum 1. November muss der Füllstand 95 Prozent betragen. Die Speicher gleichen Schwankungen beim Verbrauch aus und bilden ein Puffersystem für den Markt.

Drei Viertel aller Gasspeicher in Deutschland sind laut dem Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, bereits zu mehr als 80 Prozent befüllt, teilweise auch schon zu über 85 Prozent. Sorgenkinder seien „eine Handvoll Speicher“, die sich zuvor in russischer Hand befunden hätten, wie Rehden in Niedersachsen und Wolfersberg in Bayern. Dort seien die Füllstände deutlich niedriger.

Volle Speicher gelten als eine Voraussetzung dafür, dass Deutschland trotz reduzierter russischer Gas-Lieferungen ohne Rationierungen über den Winter kommt. An kalten Wintertagen werden bis zu 60 Prozent des Gasverbrauchs in Deutschland aus deutschen Speichern abgedeckt. Seit Mittwoch vergangener Woche liegen die Liefermengen aus der Ostseepipeline Nord Stream 1 nur noch bei etwa 20 Prozent der Kapazität.

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