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Chinas Corona-Zahlen lassen Wall Street zittern

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Erneute Corona-Ausbrüche in China trüben die Stimmung der Anleger. Die Krisenwährung Dollar kann hingegen zulegen. Gewinner des Tages ist der Walt-Disney-Konzern, der mit einer Personalentscheidung punktet.

Die Furcht vor einem Konjunkturdämpfer durch erneut steigende Corona-Zahlen in China treibt die Anleger an der Wall Street um. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab leicht auf 33.700 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 büßte 0,4 Prozent auf 3950 Punkte ein. Der technologielastige Index Nasdaq verlor mehr als ein Prozent auf 11.553 Punkte. „Man ist wirklich besorgt über den Einfluss der chinesischen Wirtschaft auf die US-Konjunktur“, sagte Hugh Johnson, Chefökonom von Hugh Johnson Economics.

S&P 500 3.950,72

Der bevölkerungsreichste Bezirk Pekings forderte die Bewohner auf, zu Hause zu bleiben, da die Zahl der Corona-Fälle in der Stadt anstieg. In der Hafenstadt Guangzhou wurde ein Bezirk für fünf Tage abgeriegelt. Die Furcht vor einem Konjunkturdämpfer durch verschärfte Corona-Restriktionen beim wichtigen Handelspartner China bremste zuvor bereits die Aktienmärkte in Europa aus. Der Dax schloss zum Wochenauftakt 0,4 Prozent niedriger bei 14.380 Punkten.

Die eingetrübten Aussichten wegen der wiederaufgeflammten Coronavirus-Pandemie in der Volksrepublik sowie ein Bericht über eine mögliche Produktionssteigerung der großen Ölförderländer ließen die Ölpreise vorübergehend auf ein Zehn-Monats-Tief abrutschen. Das Exportkartell Opec+ erwägt einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge eine Erhöhung der Ölfördermenge um bis zu 500.000 Barrel pro Tag. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich zeitweise um sechs Prozent auf 82,31 Dollar je Barrel, machte die Verluste zum großen Teil aber zügig wieder wett.

Dollar legt zu

Dagegen griffen Anleger beim Dollar zu, der von Börsianern als „sicherer Hafen“ angesehen wird. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, zog knapp ein Prozent auf 107,84 Punkte an. „Die Aussichten für Chinas Null-Covid-Markt werden eine wichtige Quelle der Volatilität bleiben“, konstatierte Carol Kong, Währungsstrategin bei der Commonwealth Bank of Australia.

Bei den Einzelwerten sprangen die Aktien von Walt Disney um 6,3 Prozent nach oben. Der Unterhaltungsriese kündigte an, den ehemaligen Vorstandschef Bob Iger aus dem Ruhestand an die Konzernspitze zurückzuholen. Iger, der nach 15 Jahren an der Spitze im vergangenen Jahr abgetreten war, soll nun dazu beitragen, die Gewinne der Streaming-Dienste zu steigern.

„Wir applaudieren dem Vorstand von Disney für den Mut, diesen Wechsel vorzunehmen“, konstatierten die Experten vom Analysehaus MoffettNathanson und setzten die Titel auf „outperform“ von zuvor „market Perform“. Dagegen gaben die Aktien von Tesla um fast sieben Prozent nach. Der Fahrzeughersteller muss in den USA 321.000 Elektroautos wegen Problemen mit Rücklichtern zurückrufen.

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