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Afrikanische Schweinepest erreicht Nordosten: Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern müssen 4000 Schweine töten – Wirtschaft

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist erstmals bei einem Hausschweinebestand in Mecklenburg-Vorpommern aufgetreten. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin mitteilte, wies das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) die Tierseuche am Montag in Proben nach.

[Lesen Sie dazu auch auf tagesspiegel.de: Afrikanische Schweinepest bedroht Brandenburger Bauern (T+)]

Zuvor waren demnach vermehrt Todesfälle bei Mastschweinen in dem Betrieb in der Region Rostock aufgetreten. Alle Tiere des Bestands müssen nun getötet und nach Ministeriumsangaben „unschädlich beseitigt“ werden.

Laut dem Deutschen Tierschutzbund handelt es sich dabei um 4000 Tiere. Thomas Schröder, Präsident des Tierschutzvereins, nannte die Situation in Mecklenburg-Vorpommern am Dienstag eine „Katastrophe mit Ansage, für die Tiere, aber auch für die Tierhalter“.

Demnach hätte die Politik die Schweinepest ebenso ernst wie die Corona-Pandemie behandeln und gleichermaßen viel Geld in die Impfstoffforschung investieren müssen. Stattdessen seien lediglich Zäune gebaut und Wildschweine gejagt worden. 

Scharfe Kritik an Landwirtschaftspolitik

Zudem warf Schröder Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) fehlende Empathie und mangelnde Reflexion der eigenen Verantwortung vor: „Auch jetzt schiebt das Bundeslandwirtschaftsministerium die Verantwortung weg und verweist auf die Schweinepest-Verordnung in der Zuständigkeit der Länder.“ Es gebe lediglich die Anweisung, die Tiere zu beseitigen, so Schröder. 

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