Genussmittel
Wie lange sind Zigarren haltbar?
28.09.2025 – 07:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Schimmel und Brüchigkeit machen Zigarren ungenießbar. Durch die richtige Lagerung lässt sich das vermeiden. Alles zur Haltbarkeit im Überblick.
Wer Zigarren bis zur Vollendung genießen möchte, achtet beim Kauf auf eine entsprechende Qualität. Um einen guten Geschmack jedoch langfristig gewährleisten zu können, ist es notwendig, Zigarren richtig zu lagern. Doch wie lange sind sie überhaupt haltbar und woran lässt sich Verderb erkennen? Im Folgenden werden alle Fakten dazu aufgezeigt.
Zigarren können mehrere Jahrzehnte genießbar sein. Ihr Verfallsdatum lässt sich nur schwer festlegen, denn es ist abhängig von mehreren Einflüssen. Bereits die Zigarrenart bestimmt über die Haltbarkeit. Während maschinell gefertigte Zigarren empfindlicher sind und schneller an Aroma verlieren, gelten Longfiller als langlebig.
Die Investition in einen Humidor (Zigarrenbehälter aus Holz) lohnt sich, denn er nimmt einen großen Einfluss auf die Haltbarkeit von Zigarren.
Mit Humidor sind Zigarren 15 Jahre und länger haltbar. Der Grund dafür ist, dass in einem Humidor konstante Bedingungen herrschen. Die Luftfeuchtigkeit bleibt gleich und ist auf das Optimum für Zigarren ausgerichtet.
Ohne Humidor sind Zigarren nur wenige Wochen bis Monate haltbar. Es besteht dabei nicht nur die Gefahr, dass die Zigarren austrocknen und an Aroma verlieren, sondern unter schlechten Bedingungen können die Zigarren auch von Schimmelpilzen befallen werden und erheblich verderben.
Die Luftfeuchtigkeit beeinflusst die Haltbarkeit von Zigarren deutlich. Bei zu trockener Lagerung werden sie rissig und brüchig. Ist es zu feucht in ihrer Umgebung, neigen sie zu Schimmel. Als ideal gelten 65 bis 72 Prozent Luftfeuchtigkeit. In einem Humidor kann dies durch die richtige Luftzirkulation gewährleistet werden. Doch Achtung: Die Zigarren sollten außerdem nicht zu dicht gestapelt werden.
Auch die Temperatur nimmt Einfluss auf die Qualität und Haltbarkeit von Zigarren. Das Genussmittel sollte bei einer Temperatur zwischen 18 und 22 Grad Celsius gelagert werden. Temperaturschwankungen sind zu vermeiden, da dadurch Kondenswasser entstehen kann.
Tipp: Zigarren sollten stets dunkel aufbewahrt werden. UV-Strahlung zerstört die enthaltenen Aromen.
Bei zu trockener Lagerung gehen Aromen verloren, der Tabak kann bitter schmecken. Bei zu feuchter Lagerung riechen und schmecken Zigarren muffig. Die entstehenden Schimmelpilze können beim Inhalieren gesundheitsschädlich sein.
Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit schildert die Folgen der Aufnahme von Schimmeltoxinen. Zwar bezieht man sich hier primär auf Lebensmittel, die Inhalation von Schimmelpilzen ist aber ebenfalls zu vermeiden. Das Einatmen von Schimmelsporen kann eine sogenannte Mukormykose zur Folge haben.
Eine längere Lagerung muss keine negativen Folgen für den Zigarrengeschmack haben. Wie bei Wein lagern viele Kenner ihre Rauchwaren über Jahre in einem Humidor. Der Geschmack soll dadurch runder und milder werden. Ein beliebtes Material zur Herstellung von Humidoren ist die spanische Zeder.
