Oktober 5, 2026 10:10 p.m. CEST

Ein paar Tage lang bleibt das Wetter noch freundlich, dann rauschen die Temperaturen in die Tiefe. Eine Kaltfront fräst sich durchs Land – und bringt Schnee und Frost.

Der außergewöhnlich warme Altweibersommer 2026 neigt sich dem Ende entgegen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet ab Mittwochabend zunehmend aufkommende Schauer und vereinzelte Gewitter. Eine Kaltfront rauscht heran.

Das bisher wetterbestimmende Hoch weiche auf den Atlantik aus, erklärt der Diplom-Meteorologe Dominik Jung die Situation t-online auf Anfrage. Während ein kräftiges Tief über Skandinavien liege, stoße genau in die Lücke eine Nordwestströmung, die polare Kaltluft bis an die Alpen schaufele.

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„Damit kippt die Großwetterlage komplett“, meint Jung. Seine Prognose: in der Nacht zum Donnerstag Regen und teils stürmischer Wind im Norden, auf den Bergen auch Sturmböen.

Meteorologe kündigt „Aprilwetter im Oktober“ an – mit Schnee

Der Temperatursturz wird kräftig. Von den 25 Grad, die der DWD noch für den Mittwoch als Maximum ansagt, geht es Jung zufolge über 10 bis 15 Grad am Donnerstag auf regional nur noch 8 bis 12 Grad am Freitag hinunter. Hinzu kommt dem Meteorologen zufolge, dass es sich durch den kräftigen Nordwestwind noch deutlich kälter anfühle.

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Nach dem Durchzug der Kaltfront werde es „typisch rückseitig“, teilt der Experte weiter mit. Jung erwartet einen Mix aus Sonne, Wolken und kräftigen Schauern, vereinzelt seien auch kurze Graupelgewitter möglich: „Aprilwetter im Oktober, wenn Sie so wollen.“

Hier erwartet Jung 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee

Und wie zum typischen Aprilwetter auch immer eine Prise Schnee gehört, so erwartet der Wetterexperte diese Woche ebenfalls ein paar Flocken. Der erste Schnee sei „sehr wahrscheinlich“, meint Jung. Allerdings erst einmal nur in den Bergen, nicht im Flachland. Am Alpenrand sinke die Schneefallgrenze bis zum Wochenende auf etwa 1.000 Meter. Es handle sich damit um „die erste richtige Neuschneeauflage bis in mittlere Lagen der Saison“.

Der Meteorologe sagt: „Im Allgäu, im Berchtesgadener Land und rund um die Zugspitze kommt eine echte Schneedecke zusammen. Ganz oben sind 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee drin.“

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„Nach den warmen Tagen wirkt der Kontrast natürlich enorm“

Die höchsten Mittelgebirge werden Jung zufolge ebenfalls leicht überzuckert: Auf den Gipfeln des Feldbergs im Schwarzwald, des Großen Arbers im Bayerischen Wald und des Fichtelbergs im Erzgebirge könne es inmitten von Schauern kurz weiß werden. In den Städten und im Flachland schneie es dagegen nicht. Jung ist sich sicher: „Dort bleibt es bei kaltem Regen und Graupel.“

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