Juli 21, 2026 6:21 a.m. CEST

Bahlsen und Nestlé betroffen

Süßwaren-Streik im Norden: 20 Werke stoppen Bänder

20.07.2026 – 16:26 UhrLesedauer: 1 Min.

Fruchtgummis (Symbolfoto): Im Norden Deutschland stehen die Produktionsstätten von Süßwarenherstellern still. (Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa)

In Norddeutschlands Süßwarenfabriken ruhen am Dienstag die Bänder. Ein eintägiger Warnstreik legt 20 Betriebe von Keksen bis Eis und Marmelade lahm.

Bei Süßwarenherstellern im Norden stehen am Dienstag die Bänder still. Die Beschäftigten von Keks-, Eis- oder Marmeladenfabriken sind zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilte. Betroffen sind demnach 20 Unternehmen in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein.

Hintergrund sind laufende Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft fordert für ihre Mitglieder rückwirkend zum 1. Juni 5,8 Prozent mehr Entgelt, mindestens jedoch 235 Euro monatlich. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen und auch die Ausbildungsvergütungen steigen.

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Gewerkschaft kritisiert „minimale Verbesserung“

Bereits in der vergangenen Woche gab es nach Gewerkschaftsangaben kleinere Warnstreiks. Trotz dieser deutlichen Signale habe die Arbeitgeberseite in der jüngsten Verhandlungsrunde ihre Angebote „lediglich minimal verbessert“, kritisiert die NGG. Die Beschäftigten seien nicht bereite einen Tarifabschluss mit Reallohnverlusten hinzunehmen, teilte die Gewerkschaft weiter mit, mit Verweis auf zuletzt starke Umsätze.

In Lüneburg ist am Kino eine Kundgebung mit anschließendem Umzug mit 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ab 9.30 Uhr geplant. Zu den betroffenen Unternehmen gehören unter anderem Nestlé in Hamburg, Bahlsen in Hannover, die Schwartauer Werke bei Lübeck und das Eiswerk von Froneri in Uelzen.

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