September 16, 2026 12:11 a.m. CEST

„Viele Gedanken fließen durch den Kopf“

Werder-Profi spricht offen über kranke Freundin

15.09.2026 – 22:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Schwierige Zeit: Werder-Profi Eren Dinkçi (l.), hier im Gespräch mit seinem Teamkollegen Arthur. (Quelle: Carmen Jaspersen/dpa/dpa-bilder)

Vor einiger Zeit wurde bekannt, dass die Partnerin von Werders Eren Dinkçi an Leukämie erkrankt ist. Nun spricht er über ihren Zustand und erklärt er, warum die Rückkehr nach Bremen für beide so wichtig war.

Im Bremer Weserstadion hat sich Werder-Stürmer Eren Dinkçi in einer Medienrunde zur Leukämie-Erkrankung seiner Partnerin geäußert. Der 24-Jährige erklärte, warum die Rückkehr in seine Heimatstadt beiden gerade hilft – und wie die Erkrankung seinen Trainingsalltag beeinflusst.

Dinkçi: „Klar war es auch ein großer Wunsch von ihr, wieder zurückzukommen und bei ihrer Family und ihren Freunden zu sein. Aber es war auch ein Wunsch von mir, wieder hier zu sein. Damit wir es ein bisschen leichter und ein bisschen entspannter haben. Dass wir die Tonne, die wir zusammen getragen haben, jetzt ein bisschen verteilen können auf mehrere Personen.“

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Zum Gesundheitszustand seiner Partnerin äußerte er sich ebenfalls: „Ihr geht es momentan körperlich sehr gut, würde ich sagen, für die Verhältnisse und für die Sachen, die sie jetzt schon erlebt hat.“ Zur Unterstützung aus dem Umfeld sagte er: „Meine Eltern helfen in jeder Situation. Meine Freunde bieten jede Hilfe an. Das ist nicht selbstverständlich.“

Dinkçi: „Bitte nicht übelnehmen“

Die Situation wirkt sich auch auf den Trainingsalltag aus. Dinkçi hat das im Team bereits angesprochen: „Klar ist der Fokus ab und zu weg. Ich glaube, das darf mir auch keiner übelnehmen. Aber ich muss sagen: Wenn der Ball anfängt, zu rollen, dann vergesse ich ein bisschen alles und kann mich auf Fußball konzentrieren.“

Er gesteht aber gleichzeitig: „Klar gibt es auch Momente, wo der Ball mal ruht – auch im Training. Das habe ich auch schon angesprochen und gemeint: ‚Wenn ihr merkt, dass ich irgendwie mal unfokussiert bin oder irgendwie einen Tagtraum habe, dann bitte nicht übelnehmen, weil: Da fließen dann viele Gedanken durch den Kopf.'“

Der frühere deutsche und türkische Juniorennationalspieler wurde in Bremen geboren und bei Werder ausgebildet. 2024 wechselte er für rund fünf Millionen Euro zum SC Freiburg. In diesem Sommer kehrte er auf Leihbasis zu seinem Heimatklub zurück.

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