In Berlin-Spandau
Weltkriegsbombe entdeckt: 12.400 Menschen betroffen
18.09.2025 – 12:39 UhrLesedauer: 2 Min.
In Berlin-Hakenfelde wurde eine 100 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe gefunden. Die Entschärfung soll am Freitag stattfinden.
Von den Evakuierungsmaßnahmen für die Entschärfung der am Mittwochvormittag gefundenen Weltkriegsbombe in Berlin-Hakenfelde sind bis zu 12.400 Menschen betroffen. Das teilt die Polizei am Donnerstag mit. Es werde ein Sperrbereich von bis zu 500 Metern um den Fundort errichtet.
Bauarbeiter hatten die 100 Kilogramm schwere russische Weltkriegsbombe bei Erdarbeiten entdeckt. Wie die Polizei mitteilt, sei der Blindgänger gegen 8:30 Uhr auf einer Baustelle in der Neuendorfer Straße gefunden worden. Da von der Bombe keine unmittelbare Gefahr ausgehe, hätten Kriminaltechniker der Polizei entschieden, die Entschärfung auf Freitag zu verschieben. Der Fundort sei derzeit abgesperrt und werde rund um die Uhr von Einsatzkräften bewacht.
Die betroffenen Bürger haben laut Polizei ab 7 Uhr die Möglichkeit, sich in eingerichtete Notunterkünfte zu begeben. Diese befinden sich in der Turnhalle des Kant-Gymnasiums (Bismarckstraße 54) und bei zusätzlichem Bedarf in der Turnhalle der Birkengrundschule (Hügelschanze 8).
Von den Evakuierungsmaßnahmen ist auch das Vivantes Klinikum Spandau betroffen. Hier gebe es eine Teilräumung. Der Betrieb sei nicht eingeschränkt, außerdem sei keine Patientenverlegung notwendig. Das Betreten und Verlassen der Klinik sei während der Entschärfung nicht erlaubt. Zusätzlich werde der Betrieb der Rettungsstelle während der Entschärfung eingestellt.
Auch die Pflegeeinrichtung Katharinenhof am Uferpalais ist demnach betroffen. Hier sei der Betrieb ebenfalls nicht eingeschränkt. Während der Entschärfung dürfe die Einrichtung aber ebenfalls nicht betreten oder verlassen werden.
Zudem sind von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen:
Erst wenn diese Orte evakuiert seien, solle mit der Entschärfung begonnen werden. Zuvor würden auch folgende Straßen gesperrt:
Das Bezirksamt Spandau habe zudem Hilfe-Rufnummern aktiviert. Diese erreichen betroffene Personen unter 030 90279-2891, 030/90279-289 oder 01520 927 123.
