September 24, 2026 12:22 p.m. CEST

Nicht invasive Listeriose

Eine auf den Darm begrenzte Listerien-Infektion führt typischerweise zu einer Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis). Häufig verursacht eine solche nicht invasive Listeriose grippeähnliche Symptome wie Fieber und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall und Erbrechen.

Für gewöhnlich sind die Beschwerden einer nicht invasiven Listeriose milde ausgeprägt. Nach Aufnahme besonders vieler Listerien können die Symptome des Magen-Darm-Infekts allerdings auch heftiger sein. In jedem Fall klingt die Erkrankung normalerweise nach ein bis drei Tagen von selbst wieder ab.

Listeriose der Haut

Die seltene Listeriose der Haut kann nach direktem Hautkontakt mit Listerien entstehen. Die Symptome sind dann örtlich auf die Kontaktstelle begrenzt. Typischerweise bilden sich dort Knötchen (Papeln) oder eitergefüllte Bläschen (Pusteln). Die Hautveränderungen sind weder mit Schmerzen noch mit Juckreiz verbunden, können sich aber in kleine Geschwüre umwandeln. In der Mehrzahl der Fälle verläuft die Hautinfektion jedoch unkompliziert und heilt – ebenso wie die Magen-Darm-Infektion – von selbst wieder ab.

Invasive Listeriose

Mitunter breitet sich eine Listerien-Infektion über den Darm hinaus aus. Dazu kommt es, wenn die Bakterien aus der Darmschleimhaut in die Blut- oder Lymphbahn gelangen und sich darüber in andere Organe verbreiten. Eine solche invasive Listeriose verursacht schwere Symptome, die teils lebensbedrohlich sein können.

Am häufigsten treten bei einer invasiven Listerien-Infektion Symptome einer Sepsis („Blutvergiftung“), Hirnhautentzündung (Meningitis) und/oder Gehirnentzündung (Enzephalitis) auf. Grundsätzlich können die Bakterien aber auch jedes andere Organ befallen – etwa Augen, Gelenke, Herz und Nieren – und dort zu örtlich begrenzten eitrigen Entzündungen führen.

In Deutschland ist die invasive Listeriose aber mit rund 300 bis 700 gemeldeten Fällen pro Jahr vergleichsweise selten. Im Jahr 2024 etwa waren genau 663 Personen betroffen, von denen allerdings die große Mehrheit im Krankenhaus behandelt werden musste. Sechs Prozent der Erkrankungen endeten tödlich.

Welche Symptome lösen Listerien in der Schwangerschaft aus?

Wer schwanger ist, ist zwar deutlich anfälliger für eine Listerien-Infektion als andere Menschen. Im Großen und Ganzen verursachen Listerien in der Schwangerschaft aber ähnliche Symptome wie bei nicht schwangeren gesunden Personen.

Demnach können Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall in der Schwangerschaft auf Listerien im Darm hinweisen. Manchmal bleibt die Infektion auch völlig unbemerkt.

Selbst bei einer invasiven Listerien-Infektion in der Schwangerschaft lassen die Symptome, welche die schwangere Person entwickelt, üblicherweise nicht an eine schwere Erkrankung denken. Oft treten dann nur grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen auf.

Wann werden Listerien in der Schwangerschaft gefährlich?

Dass Schwangere eine schwerwiegende invasive Listeriose entwickeln, passiert äußerst selten. Deutlich höher ist das Risiko, dass eine Listerien-Infektion in der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind übergeht. Je nachdem, wann das geschieht, sind die Folgen unterschiedlich – aber immer gefährlich:

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