Vor- und Nachteile
Benutzernamen bei WhatsApp: Das raten Verbraucherschützer
13.08.2026 – 11:57 UhrLesedauer: 2 Min.
WhatsApp ermöglicht bald die Nutzung ohne Angabe der Telefonnummer. Was hinter der neuen Benutzernamen-Funktion steckt und was Verbraucherschützer raten.
WhatsApp führt Benutzernamen ein, damit man auf Wunsch die Telefonnummer vor anderen verbergen kann – also vor Menschen, die die eigene Telefonnummer nicht kennen sollen. Zunächst lassen sich die Namen aber nur reservieren, die eigentliche Einführung soll dann irgendwann in den kommenden Monaten beginnen. Nutzende, die einen Namen reserviert haben, erhalten eine Benachrichtigung in der App, sobald die Benutzername-Funktion aktiviert worden ist.
Pro und Kontra eines Benutzernamens in Ruhe abwägen
Sie sind sich aber noch nicht wirklich schlüssig darüber, ob Sie einen Benutzernamen reservieren sollen, oder nicht? Kein Problem: Benutzernamen sind optional, niemand muss sie reservieren oder nutzen.
Es bleibt also genügend Zeit, um gründlich über die Sache nachzudenken. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat die Vorteile eines solchen Namens abgewogen, aber auch die Nachteile:
Vorteile im Überblick
- Reduzierte Sichtbarkeit der eigenen Handynummer in Gruppen.
- Keine Klarnamenpflicht bei der Wahl des Benutzernamens: Wird ein Pseudonym als Name gewählt, wird dieser statt der Telefonnummer angezeigt.
- Für Kontakte, die die eigene Nummer ohnehin im Smartphone gespeichert haben und kennen, ändert sich nichts.
- Für Fremde, die die eigene Nummer dank eines Benutzernamens aber künftig nicht mehr sehen können, entfällt das Missbrauchspotenzial, also etwa die Möglichkeit, betrügerische SMS zu schicken oder Menschen in betrügerische Gruppen zu locken.
Nachteile im Überblick
- Sichtbarkeit gegenüber WhatsApp bleibt: Die Angabe der Handynummer ist weiterhin Voraussetzung für ein WhatsApp-Konto. Durch den Benutzernamen wir man gegenüber WhatsApp und dem US-Mutterkonzern Meta nicht anonym.
- Unterm Strich könnten sogar noch mehr und sogar personenbezogene Daten für Meta herausspringen: Als Benutzernamen deshalb besser ein Pseudonym wählen und nicht den echten Vor- und/oder Nachnamen.
- Es droht die plattformübergreifende Profilbildung, wenn Benutzernamen von Instagram und Facebook in Whatsapp übernommen werden, wie es Meta anbietet. Dafür wird das Messenger-Konto mit den eigenen Konten bei den anderen Meta-Diensten verknüpft und erleichtert dem Konzern plattformübergreifendes Tracking.
Wenn Benutzernamen, dann mit Schlüssel
Entscheidet man sich für einen Benutzernamen bei WhatsApp, raten die Verbraucherschützer in jedem Fall dazu, auch den sogenannten Benutzernamenschlüssel einzurichten. Dabei handelt es sich um einen PIN-Code zum Weitergeben. Über die Weitergabe kann man festlegen und kontrollieren, wer einen über den Benutzernamen kontaktieren darf.
Ansonsten gilt bei der Auswahl des Benutzernamens Folgendes:
- Er muss minimal 3 und maximal 35 Zeichen lang sein.
- Er kann aus Kleinbuchstaben (a bis z), Zahlen, Unterstrichen und Punkten bestehen.
- Er darf nicht nur aus Ziffern bestehen.
