Einer der Besten seiner Sportart
Er wurde Weltmeister: DFB-Neuling hat berühmten Vater
Aktualisiert am 29.09.2026 – 13:19 UhrLesedauer: 3 Min.
Mika Baur macht den nächsten Schritt in seiner Karriere und steht vor seinem DFB-Debüt. Die sportlichen Gene bekam er wohl vererbt. Sein Vater hinterließ große Spuren.
Wenn Deutschland am Donnerstag in der Nations League auf Serbien trifft, steht auch Mika Baur im deutschen Aufgebot. Der 22-Jährige ist erstmals dabei. Die Nominierung ist der nächste Höhepunkt eines steilen Aufstiegs in den vergangenen Monaten. Erst wurde er Stammspieler beim SC Paderborn, machte dann mit vier Toren und sechs Vorlagen auf sich aufmerksam – und wurde im vergangenen Sommer zum teuersten Abgang in der Klubgeschichte des Bundesliga-Aufsteigers. Er wechselte für kolportierte acht Millionen Euro inklusive Bonuszahlungen zum schottischen Rekordmeister Celtic Glasgow, unterschrieb dort bis 2030.
Für die Familie Baur ist die Prominenz eines Familienmitglieds nichts Neues. Vielen Sportfans dürfte Baurs Vater ein Begriff sein. Markus Baur, heute 55, gilt als einer der besten Spieler der deutschen Handballgeschichte. Unter Bundestrainer Heiner Brand wurde der Rückraumspieler 2004 Europameister und 2007 Weltmeister im eigenen Land. Baur Senior bestritt 228 Länderspiele und wurde 2000 und 2002 zum Handballer des Jahres gekürt.
Eine WG mit dem Papa
Auch Mikas Bruder Kimi ist Fußballer, läuft aktuell für die U19 des SC Freiburg auf. Nur Schwester Chiara eifert dem Vater nach. Die 27-Jährige ist Handballerin und spielte zuletzt für den Regionalligisten HC Schmiden/Oeffingen.
Sohn Mika entschied sich für Fußball, spielte in der Jugend zunächst für den VfB Stuttgart, später für den SC Freiburg – und schaffte es zum Profi. In seiner Zeit in Stuttgart lebten Mika und Markus sogar in einer Wohngemeinschaft, weil Markus Baur Trainer beim Handballklub TBV Stuttgart wurde. „Für mich war die Zeit in unserer WG total cool. Wenn wir überhaupt mal selbst gekocht haben, gab es Maultaschen, ansonsten haben wir alle Besenwirtschaften im Raum Stuttgart abgeklappert“, sagte Mika Baur vor Kurzem dem Magazin „11 Freunde“.
Über den VfB Stuttgart ging es zum SC Freiburg, wo er es auch in die U23 schaffte. Mehr als 60 Drittligaspiele machte Baur für die Breisgauer, ehe es nach Paderborn und nun zu Celtic ging.
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