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Tempelhof Sounds lässt die Erde beben

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Nach zwei festivalfreien Corona-Jahren feiert an diesem Wochenende das Tempelhof Sounds den Start in die Saison und gleichzeitig seine eigene Premiere. Mit Acts wie Florcence & the Machine und The Libertines löst es sogar ein kleines Erdbeben aus.

In wenigen Minuten öffnen sich die Tore zum letzten Tag des ersten Tempelhof Sounds überhaupt. Zwei Tage voller Musik liegen nun schon hinter zehntausenden Festivalgästen, die sich zum Finale nun noch mal auf Bands wie Fontaines D.C., Interpol und The Strokes freuen können.

Es ist das erste Festival in Berlin nach zweijähriger Pandemiepause. Und ist Corona auch noch nicht vorbei, wirkt es zumindest vor Ort für ein paar Stunden so, als sei nie etwas gewesen. Bei bestem Festivalwetter versammeln sich laut Veranstalter jeden Tag rund 30.000 Musikfans auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof, um Bands wie The Libertines, Maximo Park, Idles, Sophie Hunger, alt-j, Muse und viele weitere zu erleben. Ein wenig mehr wäre noch drin gewesen, ist das Gelände doch für 35.000 Menschen zugelassen. Als Festival-Location erprobt wurde es in der Vergangenheit bereits unter andere vom Berlin Festival sowie dem Lollapalooza, das hier 2015 seinen Auftakt feierte, ehe es weiterzog.

Die Freude ist groß

Immerhin reichten die anwesenden Menschenmassen, um ein kleines Erdbeben auszulösen, wie die Seite erdbebennews.de meldete. Deren Betreiber schrieb bei Twitter, seismologische Stationen hätten um 20.58 Uhr einen „überdurchschnittlichen Ausschlag mit der Stärke 1,4 auf der Lokalmagnitudenskala“ registriert. „Bei Florence & the Machine gab es gegen 21 Uhr einen Moment, wo ziemlich viele gleichzeitig gesprungen sind. Da hat man die Erschütterungen vor Ort auch gespürt“, berichtet ein User unter dem Beitrag. Und tatsächlich war gerade bei diesem Auftritt die Freude aller Anwesenden über die Möglichkeit, Musik in dieser Größenordnung und mit so vielen Menschen gemeinsam erleben zu können, fühlbar.

Die Schlangen an den Getränkeständen sind trotz Temperaturen von bis zu 28 Grad an beiden Tagen weitgehend moderat, in den Musikpausen hingegen müssen lange Wartezeiten an den Toiletten eingeplant werden. Um an etwas zu essen zu kommen, brauchte man hingegen nahezu durchgehend Geduld, dafür ist das Angebot umfangreich.

Viele Musikerinnen auf der Bühne

Schon am ersten Juni-Wochenende hatten Rock am Ring und Rock im Park die Festivalsaison erfolgreich eingeläutet. Kritik an diesen Events wurde anschließend lediglich laut aufgrund der mal wieder miesen Frauenquote auf der Bühne. Nicht einmal fünf Prozent der Musikzierenden waren weiblich. Etwas, dass die Tempelhof-Sounds-Verantwortlichen besser machen wollten und taten. Hier hält sich die Geschlechterverteilung auf den drei aufgebauten Bühnen die Waage.

Um das Geld für das Wochenendticket (189 Euro) oder eine Tageskarte (90 Euro) zu sparen, machte es sich so manch einer auf der Wiese außerhalb des Geländes gemütlich, um von dort zumindest ein bisschen des Festival-Spirits mitzuerleben. Und so kam am Ende wohl doch jeder auf seine Kosten.

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