Aktuelle Deutschland Nachrichten

Prinzessin Mary verteidigt Königin Margrethe

0 5

Die dänische Königin Margrethe entzieht ihrem jüngsten Sohn und dessen Familie ihre Titel. Ab 2023 dürfen sie sich nicht mehr Prinz und Prinzessin nennen. Während die Entscheidung bei den Betroffenen für Unmut sorgt, stärkt Kronprinzessin Mary ihrer Schwiegermutter den Rücken.

Nachdem das dänische Königshaus am Mittwoch die Entscheidung von Königin Margrethe II. öffentlich gemacht hat, dass einige royalen Familienmitglieder künftig ihre Titel abgeben müssen, stärkt Kronprinzessin Mary ihrer 82-jährigen Schwiegermutter nun den Rücken.

„Veränderungen können sehr schwierig sein und wirklich wehtun. Ich denke, die meisten Menschen haben das schon erlebt. Das heißt aber nicht, dass die Entscheidung nicht richtig ist“, erklärte Mary der versammelten Presse im strömenden Regen vor einem Ausstellungsgebäude in Kopenhagen mit ernster Miene.

Wie die dänische Zeitung „Ekstrabladet“ weiter meldet, war die in Australien geborene Ehefrau des Thronfolgers, Kronprinz Frederik, eigentlich vor Ort, um an einer Konferenz zur psychischen Gesundheit junger Menschen mit dem Titel „Re-imagine Youth Mental Health“ in dem Gebäude teilzunehmen.

„Veränderungen tun wirklich weh“

Die Medienvertreter ließen Mary aber nicht so schnell davonkommen. Auf die Frage, ob dies bedeute, dass ihre und Frederiks Kinder ihre Titel ebenfalls verlieren könnten, blieb Mary vage: „Wir können heute nicht wissen, wie die königliche Familie aussehen wird, wenn die Zeit von Christian gekommen ist oder wenn die Zeit von Christian näher rückt“, erklärte sie unter Bezug auf ihren erstgeborenen Sohn und nächsten Thronfolger Prinz Christian (16).

Auf erneute Nachfrage wiederholte die Kronprinzessin: „Veränderungen tun wirklich weh, aber wie ich schon sagte, bedeutet das nicht, dass die Entscheidung nicht richtig ist. Und ich verstehe, dass es eine sehr schwierige Entscheidung ist, die man treffen muss, und auch eine sehr schwierige Entscheidung, die man mitgeteilt bekommt.“

Mary wurde außerdem gefragt, was sie von der Tatsache halte, dass es in der Familie seit der Entscheidung so viel Missstimmung gebe. „So ist das mit den Veränderungen“, sagte sie, und „daran muss gearbeitet werden“.

„Wir sind schockiert“

Der Palast hatte am Mittwoch die Entscheidung der Königin öffentlich gemacht, dass sich die Titel einiger Familienmitglieder ab 1. Januar 2023 ändern werden. Darauf reagierten die Betroffenen sehr emotional. Von Schock und Verwirrung ist bei Königin Margrethes zweitgeborenen Sohn Joachim, dessen Ex-Frau und den Kindern die Rede.

„Meine ganze Familie und ich sind natürlich sehr traurig. Wir sind, wie auch meine Eltern schon gesagt haben, schockiert über diese Entscheidung und darüber, wie schnell es wirklich passiert ist“, sagte der 23-jährige Prinz Nikolai, das älteste von Joachims vier Kindern, „Ekstrabladet“-Reportern am Donnerstag in Kopenhagen.

Betroffen vom Titelentzug ist neben Nikolai auch sein Bruder, Noch-Prinz Felix (20). Die beiden stammen aus der 1995 geschlossenen Ehe mit der ehemaligen Prinzessin Alexandra, die seit der Scheidung im Jahr 2005 den Titel Gräfin von Frederiksborg trägt. Alexandra hatte sich als erste noch am Mittwoch geäußert. Im Gespräch mit der dänischen Zeitung „B.T.“ gab sie sich überrumpelt. „Wir sind traurig und stehen unter Schock“, zitierte sie die Zeitung. Weiter erklärte sie: „Die Kinder fühlen sich ausgeschlossen. Sie können nicht verstehen, warum man ihnen ihre Identität wegnimmt.“

Thronfolge ist nicht betroffen

Darüber hinaus geht es auch um Joachim selbst und seine heutige Ehefrau, Prinzessin Marie, mit der er seit 2008 verheiratet ist. Ab dem Jahreswechsel werden sie nur noch der Graf und die Gräfin von Monpezat sein – dieser Titel wurde ihnen und Frederiks Familie bereits im Jahr 2008 von Margrethe verliehen. Auch die beiden gemeinsamen Kinder von Joachim und Marie, der 2009 geborene Henrik und die 2012 geborene Athena, werden ab 2023 nur noch „Exzellenzen“ und keine „Königlichen Hoheiten“ mehr sein. Und auch sie heißen dann ausschließlich Graf und Gräfin Monpezat.

In ihrer Veröffentlichung betonte die Königin ausdrücklich, dass die Thronfolge vom Titelentzug nicht betroffen ist. „Alle vier Enkelkinder behalten ihre Plätze in der Thronfolge“, hieß es.

Prinz Joachim war bei seiner Geburt auf Platz drei der dänischen Thronfolge. Ab der Krönung seiner Mutter vor 50 Jahren bis zur Geburt seines Neffen, Prinz Christian, im Jahr 2005 war er auf Platz zwei. Nachdem Frederik und Mary insgesamt vier Kinder bekamen, ist Joachim mittlerweile auf Platz sechs der dänischen Thronfolge abgerutscht. Seine drei Söhne sind auf den Plätzen sieben, acht und neun, Nesthäkchen Athena ist die zehnte.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Cookies, um Ihr Erlebnis zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass Sie damit einverstanden sind, aber Sie können sich abmelden, wenn Sie dies wünschen. Annehmen Weiterlesen

Datenschutz- und Cookie-Richtlinie