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Prinz Andrew drängt auf neue öffentliche Rolle

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Beim großen Thronjubiläum der Queen fehlte der in Ungnade gefallene Herzog von York – offiziell wegen einer Corona-Infektion. Laut britischen Medien arbeitet Prinz Andrew aber eifrig an seiner Rückkehr in die Öffentlichkeit. Schon morgen soll er bei einer Ritter-Parade dabei sein.

Prinz Andrew arbeitet offenbar an seinem öffentlichen Comeback. Der Herzog von York habe seine Mutter, Queen Elizabeth II., gebeten, ihn wieder als Oberst der Grenadier Guards einzusetzen, berichtete der britische „Telegraph“. Andrew, der als Lieblingssohn der Königin gilt, drängt demnach auch darauf, seine königlichen Pflichten wieder auszuüben. Das Blatt zitiert eine Palastquelle, wonach der Prinz künftig mit der königlichen Familie gemeinsam in der Öffentlichkeit auftreten wolle.

Bereits am morgigen Montag werde Andrew als Mitglied zusammen mit anderen Royals bei der jährlichen Zeremonie des Hosenbandordens auftreten, schrieb das Blatt. Der Prinz ist ein Mitglied dieses ältesten und traditionsreichsten Ritterordens im Vereinigten Königreich. Eine Rolle beim viertägigen Thronjubiläum der Queen hatte Prinz Andrew offiziell wegen einer Corona-Infektion nicht eingenommen.

Prinz Andrew hatte in den vergangenen Jahren für zahlreiche Negativschlagzeilen gesorgt. Eine Missbrauchsklage von Virginia Giuffre vor einem US-Gericht hatte der Royal erst im Februar außergerichtlich beigelegt. Andrew, der Millionen an Giuffre gezahlt haben soll, hatte die Vorwürfe gegen sich stets bestritten.

„Wird für hochgezogene Augenbrauen sorgen“

Die Anschuldigungen gegen Prinz Andrew, die im Zusammenhang mit dem Skandal um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein standen, haben dem Ruf des Royals erheblichen Schaden zugefügt. Im Januar teilte der Buckingham Palast mit, dass Prinz Andrew nicht mehr als „Seine Königliche Hoheit“ bezeichnet werden soll und dass seine offiziellen Aufgaben und Schirmherrschaften an andere Mitglieder der königlichen Familie übertragen werden.

Außerdem wurden ihm seine militärischen Ehrentitel aberkannt, und er verteidigte sich im Fall Giuffre als Privatmann. Bereits einige Tage nach einem missglückten Interview mit der „BBC“ im November 2019 war er von seinen öffentlichen Ämtern zurückgetreten.

Das Widererscheinen des in Ungnade gefallenen Herzogs bei der ritterlichen Prachtparade werde für viele hochgezogene Augenbrauen sorgen, mutmaßte die „Sunday Times“. Mit Verweis auf den Thronfolger Prinz Charles schrieb das Blatt: „Obwohl er seinen Bruder liebt und sich vorstellen kann, was er ertragen muss, bleibt der Rufschaden ein unlösbares Problem.“

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