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Melanie Müller tritt trotz Skandal auf Mallorca auf

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Sie wolle sich „die nächsten Tage etwas zurückziehen“, um sich von der Aufregung um ihren Auftritt in Leipzig zu erholen, erklärt Melanie Müller am Mittwoch. Doch die Pause währt nicht lang. Nun tritt sie bereits wieder zweimal auf Mallorca auf. Ihre Glaubwürdigkeit stärkt das nicht gerade.

Nach der Affäre um mutmaßliche Nazi-Grüße bei einem Konzert in Leipzig hatte Ballermann-Sängerin Melanie Müller eigentlich eine Ruhepause angekündigt. Lange gedauert hat diese aber nicht. So trat die 34-Jährige in der Nacht zum Freitag gleich zweimal auf Mallorca auf, wie die „Mallorca Zeitung“ (MZ) von der spanischen Urlaubsinsel berichtet.

Nur wenige Stunden zuvor hatte die Polizei in Leipzig die Aufnahme von Ermittlungen bekannt gegeben. Dabei soll festgestellt werden, ob Müller bei dem Konzert Mitte September in Leipzig den sogenannten Hitlergruß gezeigt hat. Müller wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe und beteuert, mit Nazis nichts zu tun zu haben.

„Ich bin gerade körperlich ziemlich angeschlagen und werde mich deshalb die nächsten Tage etwas zurückziehen, erholen und versuchen, das Ganze zu verarbeiten“, hatte die Sängerin erst am Mittwochabend auf Instagram mitgeteilt. Einen für Mittwoch geplanten Auftritt in Dresden sagte sie zwar ab. Aber in den frühen Freitagsstunden habe sie um 0:33 Uhr vor rund 300 Besuchern in der Ballermann-Diskothek „Bolero“ gesungen, berichtet nun ein anwesender MZ-Reporter. Anschließend sei Müller um 2:30 Uhr auch noch im Kultlokal „Oberbayern“ aufgetreten.

Auftritte ohne Zwischenfälle

Auf Mallorca habe die einstige Dschungelkönigin und „Promi Big Brother“-Gewinnerin im rotsilbernen Paillettenkleid auf ihre charakteristischen, aufpeitschenden Armbewegungen und „Zicke zacke“-Rufe verzichtet. Es habe keinerlei Zwischenfälle gegeben. Zudem habe sich Müller erneut von rechtsextremem Gedankengut distanziert. Ihre Glaubwürdigkeit sei durch die Auftritte kurz nach Bekanntgabe einer Ruhepause trotzdem „noch mehr gesunken“, analysiert die MZ.

Die Ermittlungen gegen Müller drehen sich nach den Worten einer Polizeisprecherin „um den Verdacht des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen nach Paragraf 86a StGB“. Konkret geht es um ein Video, das der „Bild“-Zeitung vorlag. In ihm soll zu sehen sein, wie die Sängerin während eines Auftritts Mitte September auf der Bühne einige Male den rechten Arm in die Höhe reckt.

Nazi-Gruß oder eine harmlose, auffordernde Geste ans Publikum? Müller beteuerte auf Instagram: „Ich habe mit Rechtsradikalen oder nationalistischem Gedankengut nichts am Hut. Ich verurteile das aufs Schärfste.“ Diese Handbewegungen mache sie schon seit elf Jahren.

Auf einem anderen Video vom selben Auftritt vom 17. September in Leipzig waren auch rechtsradikale Äußerungen des Publikums zu hören. Sie sei „bestürzt und empört“, hatte Müller erklärt. Den Auftritt habe sie abgebrochen. Auch in diesem Fall ermittelt die Polizei.

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