Aktuelle Deutschland Nachrichten

Britische Anklage gegen Weinstein zugelassen

0 10

2017 löst eine Flut von Vorwürfen sexueller Belästigung gegen Harvey Weinstein die MeToo-Bewegung aus. Inzwischen verbüßt er eine Haftstrafe von 23 Jahren. Nun muss sich der „Pulp Fiction“-Produzent auch vor einem britischen Gericht verantworten – für Übergriffe, die 1996 stattgefunden haben sollen.

Die britische Staatsanwaltschaft hat eine Anklage gegen den früheren US-Filmproduzenten Harvey Weinstein zugelassen. Dem verurteilten Sexualstraftäter werden demnach zwei unsittliche Übergriffe auf eine Frau in London im Jahr 1996 vorgeworfen. „Die Anklage gegen Harvey Weinstein, 70, wurde nach einer Überprüfung der Beweise, die von der Metropolitan Police bei ihren Ermittlungen gesammelt wurden, zugelassen“, hieß es in einer Mitteilung des Crown Prosecution Service (CPS). Die CPS erinnert alle Beteiligten daran, „dass ein Strafverfahren gegen den Angeklagten läuft und dass er das Recht auf einen fairen Prozess hat“.

Der Produzent von Filmen wie „Der englische Patient“, „Pulp Fiction“, „Good Will Hunting“ oder „Gangs of New York“ wurde schließlich in New York zu einer Haftstrafe von 23 Jahren verurteilt. Derzeit sitzt Weinstein in einem Gefängnis in New York ein und wartet auf einen weiteren Prozess. Er wurde im Mai 2018 wegen Vergewaltigung angeklagt und verhaftet und im Februar 2020 in zwei von fünf Straftaten für schuldig befunden. Die Vorwürfe gegen Weinstein von mehr als 80 Frauen, die ihn des sexuellen Missbrauchs beschuldigten, lösten im Jahr 2017 die weltweite MeToo-Bewegung aus.

Weinstein verklagt Chrysler

Der im Vereinigten Königreich laufende Prozess ist nicht der einzige Rechtsstreit, in den Weinstein derzeit verwickelt ist. Er selbst hat den Autohersteller Chrysler wegen eines Autounfalls auf Schadenersatz in Millionenhöhe verklagt. Der Vorfall mit dem Jeep im August 2019 habe den Produzenten „katastrophal verletzt und gelähmt“, heißt es in einer Klageschrift von Weinsteins Anwälten. Sie wollen fünf Millionen Dollar (4,65 Millionen Euro) von dem Autobauer.

In dem auf Dienstag datierten Dokument heißt es weiter, das Auto, das Weinstein zu Werbezwecken in einem seiner Filme zur Verfügung gestellt wurde, habe nicht den nötigen Sicherheitsstandards entsprochen. Nach Darstellung Weinsteins hatten bei dem Auto die Bremsen versagt, als er nördlich von New York einem Tier auf der Straße ausweichen wollte. In der Folge hatte er sich in seinem Auto überschlagen und musste später am Rücken operiert werden. Zu seinem Gerichtsprozess wenige Monate später in New York war Weinstein mit einer Gehhilfe erschienen.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Cookies, um Ihr Erlebnis zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass Sie damit einverstanden sind, aber Sie können sich abmelden, wenn Sie dies wünschen. Annehmen Weiterlesen

Datenschutz- und Cookie-Richtlinie