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BER-Mitarbeiter scheitert an grüner Soße

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Ausgerechnet Frankfurt am Main lässt einen angehenden Piloten bei “Wer wird Millionär?” abstürzen. Der BER-Mitarbeiter hat keine Ahnung von den lokalen Leckereien. Mehr Glück hat die Mutter einer Sängerin der No Angels.

Sollte Henrik Volbracht irgendwann seinen Pilotenschein bekommen, steht vielleicht erst mal ein kulinarischer Trip zum größten deutschen Luftdrehkreuz an. Der 27-jährige Kandidat bei “Wer wird Millionär?” ist Einkäufer am Berliner Flughafen BER. Er liebt das Fliegen so sehr, dass er sich eine Wohnung direkt an der Nordbahn des Airports gesucht hat und privat Flugstunden nimmt. Nach den kulinarischen Spezialitäten von Frankfurt am Main gefragt, verstand der Volbracht aber nur Bahnhof. Er war derart ahnungslos, dass Günther Jauch dem Zauderer “seelische Grausamkeit” attestierte.

Dagmar Sprenger-Fuchs hat eine prominente Tochter.

Das Debakel hatte sich angedeutet. Volbracht benötigte bereits bei der Frage für 500 Euro die Hilfe des Studiopublikums, um die erste Sicherheitsstufe zu erreichen. Er sollte wissen, wo sich ein anderes Wort für “Diskretion” oder “Feingefühl” versteckt: “in ‘Takt'” oder doch eher “un ‘Versehrt'”? Der Kandidat aus dem Südberliner Vorort Blankenfelde-Mahlow stand auf dem Schlauch und ließ sich viel Zeit. “Sie sind weit im Joker-Modus”, hielt ihn Jauch von kurzentschlossenen Rateaktionen ab.

Flugschüler stürzt bei Jauch ab

Das Publikum verhalf Volbracht mit zumindest 88 Prozent zur korrekten Antwort. Jauch ließ seine Warnung “Ich hole jeden raus, der es falsch beantwortet” verpuffen. Zwei Fragen später benötigte der BER-Mitarbeiter bereits seinen nächsten Joker. Jauch fragte, was 1820 in Preußen 590 Personen, 2021 in Deutschland über 300.000 Menschen absolviert haben: Führerscheinprüfung, Abitur, IQ-Test oder DSDS-Recall? Volbracht rang sich schließlich zum 50:50-Joker durch und der brachte wie so fort die klare Antwort, als Abitur und DSDS übrig blieben. Volbracht hatte auch mit dem Führerschein geliebäugelt. “Welchen Führerschein wollten Sie 1820 machen?!”, fragte Jauch und verlangte: “So, jetzt aber mal zackig.”

Schnell ging es dann leider nur mit der Bruchlandung. Die Frage für 4000 Euro lautete: “Welche regionale Spezialität ehrt die Stadt Frankfurt mit einem aus sieben Gewächshäusern bestehenden Denkmal: Äppelwoi, Handkäs mit Musik, grüne Soße oder Frankfurter Kranz?” Der Flugschüler schloss sofort die Soße aus und legte sich auf den Kuchen fest. Dabei sagte ihm keine der Antworten richtig etwas. Jauch konnte dem gestressten Kandidaten zumindest wissen lassen, dass seine hinter ihm sitzende Freundin ein “verzeihendes Lächeln” auf den Lippen hatte. “Das wird nicht lange anhalten”, befürchtete Volbracht. “Ich versteh’s”, ließ Jauch seinen wachsenden Frust durchblicken.

Sendung verpasst?

“Wer wird Millionär?” ist auch auf RTL+ abrufbar.

Anstatt seine zwei verbliebenen Joker zu nutzen, um zur grünen Soße zu gelangen, loggte der Kandidat plötzlich den Frankfurter Kranz ein. “Sieben Gewächshäuser für eine Buttercremetorte?”, fragte Jauch ihn entgeistert, aber besiegelte den Absturz auf 500 Euro. “Es war heute nicht ihr Tag. Das kann passieren. Das war eine kleine Bruchlandung”, tröstete er den 27-Jährigen.

Mutter von No-Angels-Sängerin bei Jauch

Richtig viel Glück war hingegen anschließend Dagmar Sprenger-Fuchs beschieden. Sie hatte die Reihenfolge der vier Antworten zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022 komplett geraten und es trotzdem auf den heißen Stuhl geschafft. Das freute sicherlich auch ihre Tochter vor dem Fernseher. Die Kandidatin aus Rückeroth im Westerwald ist die Mutter von Sandy Mölling, die einst mit den No Angels Erfolge feierte. “Die kleine Blonde”, beschrieb sie bei WWM ihre Tochter. Die war mit ihrer Band auch schon mal bei Jauch zu Gast. “Das ist ganz lange her, da waren sie alle da. Ich glaube, das war vor 20 Jahren”, erinnerte sich der RTL-Moderator.

Er wollte von Sprenger-Fuchs dann noch wissen, wie sie damals mit dem Wirbel um ihre Tochter zurechtgekommen ist. “Man gewöhnt sich daran”, sagte die Kandidatin. Der Hype sei aber “nicht gesund” gewesen. Dennoch war Sprenger-Fuchs auch an diesem Abend im WWM-Studio wieder etwas ergriffen, als sie an das Reunion-Konzert der No Angels in der Berliner Wuhlheide und die Reaktionen der Fans zurückdachte. “Ich hatte Gänsehaut pur. Es war knüppelvoll”, erinnerte sie sich.

Kandidatin will Nachbarschaft danken

Die Betreiberin einer Katzenpension, die früher als Krankenpflegerin gearbeitet hat, freute sich am Ende über 8000 Euro. Den mit 32.000 Euro höchsten Gewinn schaffte an diesem Abend Katja Istel aus Villmar in Hessen. Die Besitzerin einer Reitschule und einer Pferdezucht passte bei der Frage, ob Deutschland, Frankreich, die USA oder das Vereinigte Königreich nicht zu den ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates gehören (korrekte Antwort: Deutschland). Sie möchte mit dem Geld auch eine Dankesfeier für Freunde und Nachbarn finanzieren. Die hatten die siebenköpfige Familie unterstützt, als ihr Ehemann ein Jahr lang im Krankenhaus lag. “Ich möchte diesen Menschen Danke sagen”, erklärte Istel.

Überhangkandidatin Esther Gebhard aus Hohenpeißenberg ging mit immerhin noch 16.000 Euro nach Hause. Ein gewiefter Herr im Publikum konnte die ehemalige Krankenschwester und heutige Heilpraktikerin aufklären, dass die Banane im Supermarkt eigentlich die Bezeichnung “Dessertbanane” trägt. Christianna Quack aus Berlin machte dann zum Schluss dieser “Wer wird Millionär?”-Folge das Trio aus Krankenpflegerinnen komplett. Sie hatte früher als Modestylistin gearbeitet und während der Pandemie ein Pflegestudium begonnen. “Ich möchte den Leuten direkt etwas Gutes tun”, erklärte Quack. “Schöne Idee”, freute sich Jauch. Er begrüßt die Kandidatin am nächsten Montag mit der 8000-Euro-Frage zurück.

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