Tschechische Polizei bestätigt
Neonazi Liebich nach Deutschland ausgeliefert
Aktualisiert am 15.07.2026 – 11:38 UhrLesedauer: 1 Min.
Neonazi Marla-Svenja Liebich ist von Tschechien nach Deutschland gebracht worden. Das teilte die tschechische Polizei am Vormittag auf der Plattform X mit.
Die in Tschechien gefasste Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich wollte unter keinen Umständen nach Deutschland ausgeliefert werden. Am Mittwochmorgen teilte die tschechische Polizei dennoch auf der Plattform X mit, dass Liebich den deutschen Behörden übergeben werde. Zuvor hatte ein Gericht entschieden, dass Tschechien die Gesuchte nach Deutschland ausliefern darf.
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Liebich war im Juli 2023 – damals noch als Sven Liebich – vom Amtsgericht Halle wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Die Berufung dagegen scheiterte, ebenso wie später die Revision. Die Haftstrafe hatte der Neonazi aber nicht angetreten und sich ins Ausland abgesetzt.
In der Vorwoche hatte nun ein Gericht in Tschechien eine Beschwerde gegen eine Auslieferung abgelehnt.
Liebich war nach monatelanger europaweiter Fahndung am 9. April dieses Jahres im tschechischen Krasna bei Asch nahe der Grenze zu Deutschland festgenommen worden. Bis zum heutigen Tag saß die 55-Jährige in sogenannter Auslieferungshaft im Gefängnis von Pilsen, einer Stadt im Westen Tschechiens. Die Bedingungen dort gelten als hart. Untergebracht sind dort mehr als 1.200 Häftlinge – darunter auch Schwerverbrecher. Es ist überwiegend ein Männergefängnis, es gibt aber vereinzelt Insassinnen. In Tschechien ist die Überbelegung von Haftanstalten ein großes Problem.
